LCB

Hausgäste

Junge deutschsprachige Autor·innen
Von Marcel Beyer, Daniel Kehlmann und Anne Weber bis zu Melinda Nadj Abonji, Dorothee Elmiger und Anja Kampmann – viele Autor·innen sind uns durch ihre Zeit als Stipendiat·innen im LCB, am Anfang ihres schriftstellerischen Werdegangs, auf besondere Weise verbunden. Gefördert wird das Einladungsprogramm für junge deutschsprachige Literatur durch die Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa, die Stiftung Pro Helvetia, die Sektion Kunst des österreichischen Bundeskanzlertamts und die Kulturstiftung Liechtenstein.

Gäste aus aller Welt
Stetig ausgeweitet wurde der Fokus unserer internationalen Residenzprogramme. Etwa 50 Autor·innen und Übersetzer·innen aus aller Welt beherbergen wir jedes Jahr, in der Regel für vier Wochen. Unsere Gäste schätzen die Arbeit in konzentrierter Atmosphäre, nehmen an Veranstaltungen teil, werden Teil der LCB-Community und knüpfen Kontakte zu den literarischen Akteur·innen der Stadt. Ermöglicht werden die Einladungen durch Partner wie das Auswärtige Amt, die S. Fischer Stiftung, das Goethe-Institut, das TOLEDO-Programm oder die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit.

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Rückblick

2020

November

Julie Tirard

Berlin, Deutschland

Julie Tirard war Leiterin des Theaters Art en Scène in Avignon, wo auch ihr erstes Drama aufgeführt wurde, bevor sie sich 2013 in Berlin niederließ und als Copywriter und Journalistin arbeitete. Seit 2018 ist sie als Übersetzerin von Romanen, Sachbüchern (Oh Simone ! von Julia Korbik) und Theaterstücken (frau verschwindet (versionen) von Julia Haenni, Umständliche Rettung von Martina Clavadetscher) aus dem Deutschen tätig. Ihr Aufenthalt wurde durch den Elmar-Tophoven-Mobilitätsfonds der Robert Bosch Stiftung und des Deutschen Übersetzerfonds gefördert.

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Markéta Pilátová

Prag, Tschechien

Markéta Pilátová, geboren 1973 ist Schriftstellerin, Journalistin und Übersetzerin. Ihr Debütroman »Žluté oči vedou domů« (dt. Titel: »Wir müssen uns irgendwie ähnlich sein«) erschien 2007 und wurde bereits in sieben Sprachen übersetzt. In ihrem neuesten Roman »S Baťou v džungli« (dt. Titel: »Mit Baťa im Dschungel«) erzählt sie die Lebensgeschichte von Jan Antonín Baťa, dem Halbbruder des legendären tschechischen Schuhherstellers Tomáš Baťa. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

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Olumide Popoola

London, Vereinigtes Königreich

Olumide Popoola ist eine nigerianisch-deutsche Schriftstellerin. Sie veröffentlicht Essays, Novellen, Theaterstücke und Kurzgeschichten. 2017 erschien ihr Romandebüt »When We Speak of Nothing«. Popoola promovierte in kreativem Schreiben an der University of East London und lehrte anschließend an verschiedenen Universitäten. Sie ist die Gründerin und Leiterin von The Future is Back, einem Programm für aufstrebende LGBTQ+Autor·innen. Popoola erhielt verschiedene Stipendien und Preise, u.a. vom Arts Council England und von der Stiftung Künstlerdorf Schöppingen. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts nimmt Olumide Popoola im November 2020 als Stipendiatin des LCB an der digitalen Residenz Un_Masking Difference teil.

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Sheree Renée Thomas

Memphis, USA

Sheree Renée Thomas ist eine preisgekrönte Schriftstellerin und Herausgeberin, deren Arbeiten von der Mythologie, Musik und Naturwissenschaft inspiriert sind. 2011 erschien ihr erstes Buch »Shotgun Lullabies«, es folgten »Sleeping Under the Tree of Life« (2016) und »Nine Bar Blues« (2020). Sie hat die »Dark Matter«-Anthologien (2000, 2004) herausgegeben, die zwei World Fantasy Awards gewonnen haben. Ihre Texte erscheinen in der New York Times und im Big Book of Modern Fantasy. Thomas lebt in Memphis, Tennessee. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts nimmt Sheree Renée Thomas im November als Stipendiatin des LCB an der digitalen Residenz Un_Masking Difference teil.

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Djamila Ribeiro

São Paulo, Brasilien

Djamila Ribeiro ist eine brasilianische Schriftstellerin, Journalistin und Philosophin und Feministin. In ihren Veröffentlichungen »O que é lugar de fala?« (2017), »Quem tem medo do feminismo negro?« (2018) und »Pequeno manual antirracista« (2019) setzt sie sich für die Rechte der Frauen und gegen Rassismus ein. Sie ist Gastprofessorin an der Päpstlichen Katholischen Universität von São Paulo. Für ihre Kolumnen in der Zeitung Folha de S. Paulo und dem Elle-Magazin wurde sie mit dem Prince Claus Award ausgezeichnet und von der BBC zu einer der hundert einflussreichsten Frauen der Welt erklärt. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts nimmt Djamila Ribeiro im November 2020 als Stipendiatin des LCB an der digitalen Residenz Un_Masking Difference teil.

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Precious Colette Kemigisha

Uganda

Precious Colette Kemigisha arbeitet seit über fünfzehn Jahren als Redakteurin, Tutorin für kreatives Schreiben und Ghostwriterin in Uganda. Ihr Interesse an Science-Fiction & Fantasy, insbesondere am Afrofuturismus, führte zu Veröffentlichungen in mehreren Anthologien und ermöglichte es ihr, verschiedene Themen wie soziale Ungleichheit, Rasse und Gender zu erforschen. Zurzeit unterrichtet sie kreatives Schreiben, nebenbei stellt sie eine eigene Sammlung seltsamer und wunderbarer Kurzgeschichten zusammen, die 2021 erscheinen wird. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts nimmt Precious Colette Kemigisha im November als Stipendiatin des LCB an der digitalen Residenz Un_Masking Difference teil.

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Jeferson Tenório

Porto Alegre, Brasilien

Jeferson Tenório, 1977 in Rio de Janeiro, Brasilien, geboren, lebt in Porto Alegre. Er promoviert zurzeit in Literaturtheorie an der Päpstliche Katholische Universität von Rio Grande do Sul. Sein Debütroman »O beijo na parede« wurde 2013 von der Associação Gaúcha de Escritores zum Buch des Jahres gekürt. Tenórios Texte wurden fürs Theater adaptiert, seine Erzählungen ins Englische und Spanische übersetzt. 2018 erschien sein zweiter Roman »Estela sem Deus«, 2020 folgte »O avesso da pele«, der von Publikum und Kritiker·innen gleichermaßen gefeiert wurde. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts nimmt Jeferson Tenório im November als Stipendiat des LCB an der digitalen Residenz Un_Masking Difference teil.

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Logan February

Ibadan, Nigeria

Logan February ist ein·e nicht-binäre·r Lyriker·in und Songwriter·in aus Nigeria. February studiert kreatives Schreiben an der Purdue University und wurde in verschiedenen Zeitschriften veröffentlicht, u. a. in The Guardian Life, Dazed, The Rumpus, Lambda Literary, Washington Square Review und Africa In Dialogue. Von February sind drei Gedichtbände und die Sammlung »Mannequin in the Nude« (Ouida Poetry, 2019 / PANK Books, 2021) erschienen, die für den Sillerman First Book Prize for African Poets nominiert war. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts nimmt Logan February im November als Stipendiat des LCB an der digitalen Residenz Un_Masking Difference teil.

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Oktober

Anita Harag

Budapest, Ungarn

Anita Harag, 1988 geboren, wurde in Ungarn für ihre Erzählungen mit dem György Petri Preis und dem Péter Horváth Stipendium ausgezeichnet. Ihr Buchdebut erschien im 2019 im Magvetö Verlag. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

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Amir Gudarzi

Wien, Österreich

Amir Gudarzi graduierte an der einzigen Theaterschule im Iran und absolvierte danach ein Studium in Szenischem Schreiben in Teheran. Seit 2009 lebt Gudarzi unfreiwillig im Exil in Wien, wo er ein Studium in Theater-, Film- und Medienwissenschaften abschloss. 2017 gewann er den exil-DramatikerInnenpreis. Gudarzis Stück »Die Burg der Assassinen« wurde 2019 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen, 2020 wird sein Stück »Geleemann« in Wien im Werk X am Petersplatz zu sehen sein. Mit freundlicher Unterstützung des Bundeskanzleramts Österreich.

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Elena Pallantza

Bonn, Deutschland

Elena Pallantza, 1969 geboren, ist Gräzistin, Autorin und Übersetzerin aus dem Deutschen ins Griechische und umgekehrt. Sie ist Herausgeberin einer Anthologie junger deutscher Lyriker·innen in griechischer Übersetzung, Übersetzerin u.a. von Jannis Ritsos, Danae Sioziou und Dimitris Eleftherakis (Verlag Reinecke & Voß). An der Uni Bonn gründete sie den Übersetzungskreis LEXIS, der 2019 den griechischen Staatspreis für Literarische Übersetzung erhielt. Sie lebt in Bonn und Athen. Mit freundlicher Unterstützung durch litrix.de und das Goethe-Institut.

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Berliac

Krakau, Polen

Berliac, geboren 1982, ist ein Manga-Künstler aus Buenos Aires, Argentinien. Seine von der Kritik gefeierte Graphic Novel »SADBØI« wurde in neun Ländern veröffentlicht, und seine Kurzgeschichten wurden in Medien wie Vice, LE MONDE Diplomatique, McSweeney’s Quarterly und anderen publiziert. Er lebt derzeit in Krakau, Polen. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts.

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Mai-Li Bernard

Angoulême, Frankreich

Mai-Li Bernard, geboren 1986 in Hanoi, Vietnam, ist eine französische Illustratorin und Comic-Autorin. Sie hat eine besondere Vorliebe für stumme Geschichten und veröffentlichte zwei Comics, die ohne Worte auskommen. Ihre Produktion umfasst auch Kinderbücher, Illustrationen und Grafikdesign. Mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amts, in Kooperation mit dem Institut Français.

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September

Yannic Han Biao Federer

Köln, Deutschland

Yannic Han Biao Federer, geboren 1986, aufgewachsen in Südbaden, studierte Germanistik und Romanistik in Bonn, Florenz und Oxford. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, zuletzt das Rolf-Dieter-Brinkmann-Stipendium 2017, den Preis der Wuppertaler Literatur Biennale 2018 und den 3sat-Preis 2019. Sein Debütroman »Und alles wie aus Pappmaché« erschien 2019 bei Suhrkamp. Er erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.

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August

Dominik Busch

Zürich, Schweiz

Dominik Busch, geboren 1979 in Sarnen und in Luzern aufgewachsen, ist Autor und Hörspielmacher. In der Spielzeit 2015/16 war er Hausautor am Luzerner Theater.  »Das Gelübde« von Dominik Busch zählt zu den drei Gewinnerstücken des Autorenwettbewerbs der Autorentheatertage 2016 am Deutschen Theater Berlin. Dominik Busch realisiert seine Theatertexte auch für den Bayerischen Rundfunk und für Deutschlandfunk Kultur als Hörspiele. In der Spielzeit 2016/17 war er Hausautor am Theater Basel, wo sein Stück  »Das Recht des Stärkeren« entstand. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

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Ariane von Graffenried

Bern, Schweiz

Ariane von Graffenried, geboren 1978, ist Autorin, Spoken-Word-Performerin und promovierte Theaterwissenschaftlerin. Sie ist Mitglied des Duos Fitzgerald & Rimini und Kuratorin des Internationalen Lyrikfestivals Basel. 2017 erschien ihr Buch »Babylon Park«, 2019 folgte »50 Hertz«, eine CD mit Gedichtband (Der gesunde Menschenversand). Für ihre Texte wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

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Teresa Dopler

Wien, Österreich

Teresa Dopler, geboren 1990 in Oberösterreich, lebt als freie Schriftstellerin und Dramatikerin in Wien. 2019 wird ihr Stück »Das weiße Dorf« mit dem Autor·innenpreis des Heidelberger Stückemarkts ausgezeichnet, ebenfalls 2019 erhält das Stück »Monte Rosa« das Peter-Turrini Stipendium. Übersetzungen ihrer Texte ins Englische und Französische, Stipendien und Veröffentlichungen in Literaturzeitschriften und dem öffentlichen Rundfunk. Unter anderem Teilnahme an Forum TEXT des Drama Forums und an der Residency for Emerging Playwrights am Royal Court Theater London. Mit freundlicher Unterstützung des Bundeskanzleramts Österreich.

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Caren Jeß

Dresden, Deutschland

Caren Jeß, geboren 1985 in Eckernförde, schreibt Dramatik, Prosa, Lyrik und Drehbuch. Ihr Theaterstück »Bookpink« wurde für zahlreiche Preise nominiert, zuletzt für den renommierten Mülheimer Dramatikerpreis 2020. »Der Popper« wurde mit dem Else-Lasker-Schüler Stückepreis 2020 ausgezeichnet. Für ihre »Ballade von Schloss Blutenburg« erhielt sie den Publikumspreis des 26. open mike – Wettbewerb für junge Literatur. In Berliner Justizvollzugsanstalten leitete Jeß Schreibworkshops. Sie erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.

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März

Denis Pfabe

Bonn, Deutschland

Denis Pfabe, geboren 1986, ist gelernter Kaufmann im Einzelhandel und studierte Medienkommunikation und Journalismus in Köln. Er ist Absolvent der Bayerischen Akademie des Schreibens und war Stipendiat der Autorenwerkstatt Prosa 2016. Drei Tage die Woche arbeitet er als Gabelstaplerfahrer in einem Baumarkt. »Der Tag endet mit dem Licht« (Rowohlt, 2018) ist sein erster Roman. Er erhielt das LCB-Aufenthaltsstipendium des Berliner Senats.

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