LCB
Karl Riha © Renate von Mangoldt

Karl Riha

Wir trauern um Prof. Dr. Karl Riha. Seit 1970 war er Mitglied des Vereins, und in den bewegten Jahren von 1987 bis 1991 Geschäftsführender Direktor des LCB. Der Literaturwissenschaftler habilitierte sich 1970 an der TU Berlin und lehrte von 1975 bis zu seiner Emeritierung 2001 in Siegen. Sein besonderes Interesse galt der experimentellen Literatur, dem Dadaismus und der Parodie – auch als Autor (unter Pseudonymen wie Hans Wald und Charlie Hair) und als entdeckungsfreudiger Herausgeber. Zusammen mit Marcel Beyer gab er ab 1989 die Reihe Vergessene Autoren der Moderne heraus. Am 10. Januar 2026 ist er in Siegen gestorben, er wurde 90 Jahre alt. Sein Enthusiasmus als Literaturvermittler und sein nie versiegender Humor bleiben unvergessen.

Gnadenverhältnisse

László Krasznahorkai

Erste Publikation in deutscher Übersetzung: Gnadenverhältnisse, LCB-Editionen, 1988. Übersetzung: Hans Skirecki und Juliane Brandt. Foto: Renate von Mangoldt. Mehr Bild- und Tonaufnahmen sind unter dem Link zu finden. Herzlichen Glückwunsch, László Krasznahorkai, zum Nobelpreis! Noch bis 27. Februar 2026 ist die Pop-up-Ausstellung im LCB zu sehen.Mehr…

Thomas Hummitzsch empfiehlt

LeselampeLiteraturportLeselampe Nr. 1/2026: „Die Leute in diesem Buch könnten einst lang, lang nach unserer Zeit in Nordkalifornien gelebt haben werden.“ Mit diesem sensationellen Satz beginnt Ursula K. Le Guins Opus Magnum Immer nach Hause, der wie kein anderer Roman unserer Zeit mit dem indigenen Amerika verbunden ist. Der Satz pulverisiert die lineare Zeitachse jeder herkömmlichen Erzählung. […] Le Guins bereits 1985 veröffentlichtes und nun endlich erstmals auf Deutsch vorliegendes Großwerk ist mit keinem anderen Roman der amerikanischen Gegenwartsliteratur vergleichbar.
Der Literatur- und Filmkritiker Thomas Hummitzsch empfiehlt »Immer nach Hause« von Ursula K. Le Guin, aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Matthias Fersterer, Karen Nölle und Helmut W. Pesch. (Carcosa Verlag, Berlin 2023, im Taschenbuch 2025). Bild: Konstantin BörnerZur Leselampe

Bogdan Coșa | Rumänien

LCB diplomatique»Die unsichtbaren Wunden meiner Klasse« »Dort, nur 15 Kilometer weiter, lag die Garantie eines anderen Lebens. Als ich dann 2019 „zurück nach Brașov” kam, fand ich exakt die Stadt, von der ich geträumt hatte. Nur hatte ich, wie es im Witz heißt, nicht aufgepasst und im Gepäck mich selbst dabei.«Mehr…

Kulturpartner ARTE

Der Fernsehsender ARTE ist der Kulturpartner des Netzwerks der Literaturhäuser. Eng vernetzt sorgen die Partner gemeinsam für den Erfolg anspruchsvoller Kulturformate – vor Ort in den Häusern, auf den Buchmessen, im Internet und im Fernsehen.Literatur auf ARTE im Januar …

Barbara Kopsch

Barbara Kopsch

Wir trauern um Barbara Kopsch, sie starb am 10. Dezember 2025 nach schwerer Krankheit. Lange Jahre umsorgte sie das LCB, gab dem Haus Halt und war für viele unserer Hausgäste die tägliche Ansprechpartnerin. Sie fehlt uns schmerzlich.

Der Text ist ein Auszug aus »Die Vermengung«, Roman von Julia Weber, erschienen im Limmat Verlag in Zürich (2022, S. 93). Julia Weber lebte in den Monaten Januar 2017, September 2018 und Juli 2019 als Stipendiatin bei uns im LCB.Mehr…

Sprache im technischen Zeitalter, Heft 256

ZeitschriftOffene Horizonte: Tanasgol Sabbagh, Şehnaz Dost, Saskia Warzecha, Tomer Dotan-Dreyfus, John Sauter und Matthias Nawrat, die auf Einladung des LCB und des Brandenburgischen Literaturrats und von Kulturland Brandenburg gefördert am Residenzprogramm Aus der Ferne gesehen teilnahmen, verfassten Texte, inspiriert von Brechts Gedicht »Vergnügungen«. Dies und viel mehr finden Sie in der neuen Nummer der Zeitschrift.Mehr…

Deutsch-Hebräischer Übersetzerpreis

Deutsch-Hebräischer Übersetzerpreis

PreisDer Staatsminister für Kultur und Medien, Wolfram Weimer, hat die Gewinner∙innen des Deutsch-Hebräischen Übersetzerpreises 2025 bekanntgegeben. Er geht an die in Jerusalem lebende Übersetzerin Helene Seidler für ihre deutsche Übersetzung des Romans »Unter Freunden stirbt man nicht« der israelischen Schriftstellerin Noa Yedlin (Kein & Aber Verlag, Zürich, 2023). Damit folgt die diesjährige Preisträgerin auf Gundula Schiffer, die im Jahr 2022 für die Übersetzung des Romans »Sommernächte« von Aharon Appelfeld ausgezeichnet wurde. Auf israelischer Seite geht der Preis an den Autor und Übersetzer Ido Abravaya für seine Übertragung des Romans »Der Abenteuerliche Simplicissimus« von Hans Jacob Christoffel von Grimmelshausen.Mehr…

Albrecht-Lempp-Stipendium 2026

FörderungDas Albrecht-Lempp-Stipendium richtet sich an deutsche und polnische Schriftsteller·innen sowie an deutsche Literaturübersetzer·innen aus dem Polnischen und polnische Literatur- übersetzer·innen aus dem Deutschen. Bewerbungsfrist: 15. Februar 2026.Mehr…

JUNIVERS 2026

Ausschreibung2026 geht das internationale Treffen für Lyrikübersetzer·innen JUNIVERS in die achte Runde! TOLEDO und das LCB laden zwölf Übersetzer·innen deutschsprachiger Gegenwartslyrik vom 8.–14. Juni 2026 an den Wannsee ein, um sich über ihre poetischen Universen auszutauschen und im persönlichen Kontakt mit Kolleg·innen anderer Länder sowie mit wichtigen Akteuren der Berliner Lyrikszenen Teil eines wachsenden Netzwerkes zu werden.  Bewerbungsfrist: 30. Januar 2025Mehr…

Eine Gedenktafel an einer Hauswand, auf der steht: "In dem hier vormals stehenden Nebenhaus lebte vor ihrer Emigration die Philosophin Hannah Arendt, 13.10.1906 - 4.12.1975. Hier entstand die Biographie über Rahel Levin Varnhagen. 1933 emigrierte sie über Frankreich in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo sie ihre bedeutenden Werke wie 'Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft' veröffentlichte"

Sicong Zou | China

LCB diplomatique»Meine Nachbarin Hannah Arendt« »Ich war mit schweren Fragen im Gepäck gekommen und in der Hoffnung, in Europa Denkanstöße zu bekommen und meine verlorene Sprache zurückzugewinnen. Doch die Wirklichkeit der Migration ist eine andere«Mehr…

DANKSAGEN. Text als Beziehung

Für »Danksagen. Text als Beziehung« haben wir die drei Autor∙innen Paula Fürstenberg, Sharon Dodua Otoo und Hengameh Yaghoobifarah gebeten, je ein Kollektiv zu gründen und so das Beziehungsgeflecht hinter einem ihrer Werke sichtbar werden zu lassen.Mehr…

Ava Farmehri | Kanada

LCB diplomatique»Kleine Gesten der Barmherzigkeit« »Die Szene ergab sich von selbst, sie war nicht gestellt: Ein alter Mann, etwas Brot in der Hand, will sich kurz ausruhen, und einige Parkbewohner – Außenseiter, die üblichen Verdächtigen – scharen sich in der Hoffnung auf etwas zu essen um ihn. Ein Waschbär geht auf die Zehenspitzen, seine schwarz behandschuhten Pfoten halb bittend, halb betend erhoben. Eine Krähe, würdevoll wie ein Mönch in Kutte, hockt hinter ihrem menschlichen Freund, fast wirkt es, als wollte sie ihn vor mir, der gebannten Beobachterin, beschützen. Tauben tippeln über den Weg, als gehörte das alles hier ihnen – gelassen, aber mit einem klaren Ziel vor Augen. (…) Niemand hat diese Begegnung geplant. Sie ergab sich einfach, wie manche Dinge im Leben – sie erblühte wie Wildblumen: absichtslos, geräuschlos, abseits des Getümmels.«Mehr…

Internationaler Literaturpreis an Kim Hyesoon und ihre Übersetzer·innen Sool Park und Uljana Wolf

Mit »Autobiografie des Todes« ist erstmals in der Geschichte des Internationalen Literaturpreises ein Lyrikwerk ausgezeichnet worden. Wir gratulieren der Autorin und ihren Übersetzer·innen und empfehlen die Lektüre von Sool Parks TOLEDO-Journal »Den Sprachkörper hingeben. Lippen der Schamanin lesen. Geisterhauch übersetzen« und Uljana Wolfs dazugehörigen drei Juniversen »Smoothieless Moonahl«.Zu den TOLEDO-Journalen

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VOOO – Villa of One’s Own

Der neue digitale Werkstattraum des LCB ist online! Eindrücke des Grand Opening vom 31. August 2023 sind hier zu finden.

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