LCB

Usama Al Shahmani empfiehlt

LeselampeLiteraturportLeselampe Nr. 2/2026: „Ich empfehle »Sturz in die Sonne« von Herzen, weil es mit seiner grossartigen, einfühlsamen Sprache sofort berührt und lange nachklingt. Zugleich besticht es durch seine beeindruckende Aktualität, die zeigt, wie relevant und bedeutsam seine Themen gerade heute sind. […] Die zentrale Frage im Roman ist: Was geschieht mit dem Menschen, wenn das Selbstverständliche kippt? Wie reagiert eine Gemeinschaft, wenn die vertraute Welt ihre Stabilität verliert? Zwischen Trotz, Verleugnung und aufkeimender Panik werden existentielle Risse sichtbar.“
Usama Al Shahmani, geboren 1971 in Bagdad und aufgewachsen in Qalat Sukar (Nasiriya), lebt heute in Zürich. Seine Bücher erscheinen im Limmat Verlag, zuletzt der Roman »In der Tiefe des Tigris schläft ein Lied« (2025). Für die Leselampe hat der Autor den Roman »Sturz in die Sonne« des Schweizer Schriftstellers C.F. Ramuz (1878-1947) ausgewählt. Aus dem Französischen von Steven Wyss übersetzt, ist Ramuz‘ 1921 verfasster Roman ebenfalls bei Limmat erschienen. Ramuz gilt als bedeutendster Vertreter der Schweizer Literatur in französischer Sprache. Bild: Ayşe YavaşZur Leselampe

Das LCB auf der Leipziger Buchmesse 2026

HinweisDas LCB lädt ein zu einer Präsentation der Nominierten für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026, ins Übersetzungszentrum, zur Präsentation der Autor∙innenwerkstatt 2025 ›Das zweite Buch‹ und zur Verleihung des Preis der Literaturhäuser 2026.Mehr…

Sprache im technischen Zeitalter, Heft 257

ZeitschriftAutor∙innenwerkstatt ›Das zweite Buch‹: In der aktuellen Ausgabe präsentieren die Teilnehmer∙innen der Werkstatt ›Das zweite Buch‹ neue literarische Vorhaben. David Blum, Şehnaz Dost, Leon Engler, Janina Hecht, Stefan Hornbach, Grit Krüger, Nora Osagiobare, Cécil Röski, Fiona Sironic und Ralph Tharayil nahmen an den Treffen im Herbst 2025 teil. Neben diesen sind poetische Prosastücke von Judith Zander und Fotos von Sven Gatter zu entdecken. Die katalanische Autorin Marta Pera Cucurell verbrachte 2025 einen Monat in Berlin und begeisterte uns mit ihren Gedichten. Der Dichter Raphael Urweider stellt in der Rubrik ›Auf Tritt Die Poesie‹ seinen Kollegen Patrick Savolainen vor und neue Gedichte von Raphael Urweider geben diesem Heft den letzten Schliff.Mehr…

José Falero | Brasilien

LCB diplomatique»Zen-Billardspieler« »Drumherum wird getrunken, einander zugeprostet, gesungen, getanzt, über Kriege gesprochen oder die Liebe. Doch ohne den Selbstversunkenen: der ist nicht mehr hier. Er nimmt nichts mehr wahr, außer den Hinweisen vor sich, ausgebreitet auf dem grünen Stoff: eine Art stilles Rätsel, das auf Lösung wartet«Mehr…

Cornelia Boese und die »Arche Boa« am 18. Juni im LCB

Junges LCBSchulklassen jetzt anmelden! Welche 2. oder 3. Klasse möchte einen Ausflug ins LCB machen und am 18. Juni 2026 um 10.30 Uhr bei der Lesung aus Cornelia Boeses Buch »Arche Boa« (Mixtvision, 2025) dabei sein? Meldet euch, melden Sie sich gerne bei Nadja Prenzel (prenzel@lcb.de) oder Claudia Schütze (schuetze@lcb.de)!Mehr…

Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2026

FörderungWir gratulieren den Nominierten und ihren Verlagen von Herzen!

ÜBERSETZUNG
∙ Ulrich Faure mit Anjet Daanjes »Das Lied von Storch und Dromedar« (Friedenauer Presse), aus dem Niederländischen
∙ Tina Flecken mit Auður Ava Ólafsdóttirs »Eden« (Insel), aus dem Isländischen
∙ Manfred Gmeiner mit Gustavo Faverón Patriaus »Unten leben« (Literaturverlag Droschl), aus dem Spanischen
∙ Timea Tankó mit András Viskys »Die Aussiedlung« (Suhrkamp), aus dem Ungarischen
∙ Petra Zickmann mit Irene Solàs »Ich gab dir Augen, und du blicktest in die Finsternis« (S. Fischer), aus dem Katalanischen

BELLETRISTIK
∙ Helene Bukowski: »Wer möchte nicht im Leben bleiben«, Claassen
∙ Norbert Gstrein: »Im ersten Licht«, Hanser
∙ Anja Kampmann: »Die Wut ist ein heller Stern«, Hanser
∙ Katerina Poladjan: »Goldstrand«, S. Fischer
∙ Elli Unruh: »Fische im Trüben«, TRANSIT

SACHBUCH/ESSAYISTIK
∙ Marie-Janine Calic: »Balkan-Odyssee. 1933-1941. Auf der Flucht vor Hitler durch Südosteuropa«, C.H. Beck
∙ Ines Geipel: »Landschaft ohne Zeugen. Buchenwald und der Riss der Erinnerung«, S. Fischer
∙ Jan Jekal: »Paranoia in Hollywood. Wie die USA exilierte Künstler erst retteten und dann verfolgten. 1941–1953«, Matthes & Seitz Berlin
∙ Ulli Lust: »Die Frau als Mensch 2: Schamaninnen«, Reprodukt
∙ Manfred Pfister: »Englische Renaissance«, GalianiMehr…

Pooneh Yekta / M. | Berlin-Teheran

LCB diplomatique»Ausgehender Anruf« »Wir wussten noch nicht – und wir werden vermutlich nie wissen – wie weit man gegen andere solche Gewalt entfesseln kann und wie einer den Anblick des Terrors überlebt.«Mehr…

Preis Literaturhäuser 2026 Lena Gorelik

Preis der Literaturhäuser 2026

PreisDas Netzwerk der Literaturhäuser verleiht den Preis der Literaturhäuser 2026 an Lena Gorelik. Mit den Kolleg∙innen des Netzwerks gratulieren wir sehr herzlich!Mehr…

DANKSAGEN. Text als Beziehung

Für »Danksagen. Text als Beziehung« haben wir die drei Autor∙innen Paula Fürstenberg, Sharon Dodua Otoo und Hengameh Yaghoobifarah gebeten, je ein Kollektiv zu gründen und so das Beziehungsgeflecht hinter einem ihrer Werke sichtbar werden zu lassen.Mehr…

Kulturpartner ARTE

Der Fernsehsender ARTE ist der Kulturpartner des Netzwerks der Literaturhäuser. Eng vernetzt sorgen die Partner gemeinsam für den Erfolg anspruchsvoller Kulturformate – vor Ort in den Häusern, auf den Buchmessen, im Internet und im Fernsehen.Literatur auf ARTE im Februar …

So war’s!

VeranstaltungWir danken Tim Holland, Verena Keßler, Kay Matter, Cécil Joyce Röski, Res Sigusch, Vera WeberGYM – Heft für Literatur als Kraftsport und der Kuratorin Maria Liebl für ihren Einsatz!Zu den Bildern…

Karl Riha © Renate von Mangoldt

Karl Riha

Wir trauern um Prof. Dr. Karl Riha. Seit 1970 war er Mitglied des Vereins, und in den bewegten Jahren von 1987 bis 1991 Geschäftsführender Direktor des LCB. Der Literaturwissenschaftler habilitierte sich 1970 an der TU Berlin und lehrte von 1975 bis zu seiner Emeritierung 2001 in Siegen. Sein besonderes Interesse galt der experimentellen Literatur, dem Dadaismus und der Parodie – auch als Autor (unter Pseudonymen wie Hans Wald und Charlie Hair) und als entdeckungsfreudiger Herausgeber. Zusammen mit Marcel Beyer gab er ab 1989 die Reihe Vergessene Autoren der Moderne heraus. Am 10. Januar 2026 ist er in Siegen gestorben, er wurde 90 Jahre alt. Sein Enthusiasmus als Literaturvermittler und sein nie versiegender Humor bleiben unvergessen.

Gnadenverhältnisse

László Krasznahorkai

Erste Publikation in deutscher Übersetzung: Gnadenverhältnisse, LCB-Editionen, 1988. Übersetzung: Hans Skirecki und Juliane Brandt. Foto: Renate von Mangoldt. Mehr Bild- und Tonaufnahmen sind unter dem Link zu finden. Herzlichen Glückwunsch, László Krasznahorkai, zum Nobelpreis! Noch bis 27. Februar 2026 ist die Pop-up-Ausstellung im LCB zu sehen.Mehr…

Bogdan Coșa | Rumänien

LCB diplomatique»Die unsichtbaren Wunden meiner Klasse« »Dort, nur 15 Kilometer weiter, lag die Garantie eines anderen Lebens. Als ich dann 2019 „zurück nach Brașov” kam, fand ich exakt die Stadt, von der ich geträumt hatte. Nur hatte ich, wie es im Witz heißt, nicht aufgepasst und im Gepäck mich selbst dabei.«Mehr…

Eine Gedenktafel an einer Hauswand, auf der steht: "In dem hier vormals stehenden Nebenhaus lebte vor ihrer Emigration die Philosophin Hannah Arendt, 13.10.1906 - 4.12.1975. Hier entstand die Biographie über Rahel Levin Varnhagen. 1933 emigrierte sie über Frankreich in die Vereinigten Staaten von Amerika, wo sie ihre bedeutenden Werke wie 'Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft' veröffentlichte"

Sicong Zou | China

LCB diplomatique»Meine Nachbarin Hannah Arendt« »Ich war mit schweren Fragen im Gepäck gekommen und in der Hoffnung, in Europa Denkanstöße zu bekommen und meine verlorene Sprache zurückzugewinnen. Doch die Wirklichkeit der Migration ist eine andere«Mehr…

Ava Farmehri | Kanada

LCB diplomatique»Kleine Gesten der Barmherzigkeit« »Die Szene ergab sich von selbst, sie war nicht gestellt: Ein alter Mann, etwas Brot in der Hand, will sich kurz ausruhen, und einige Parkbewohner – Außenseiter, die üblichen Verdächtigen – scharen sich in der Hoffnung auf etwas zu essen um ihn. Ein Waschbär geht auf die Zehenspitzen, seine schwarz behandschuhten Pfoten halb bittend, halb betend erhoben. Eine Krähe, würdevoll wie ein Mönch in Kutte, hockt hinter ihrem menschlichen Freund, fast wirkt es, als wollte sie ihn vor mir, der gebannten Beobachterin, beschützen. Tauben tippeln über den Weg, als gehörte das alles hier ihnen – gelassen, aber mit einem klaren Ziel vor Augen. (…) Niemand hat diese Begegnung geplant. Sie ergab sich einfach, wie manche Dinge im Leben – sie erblühte wie Wildblumen: absichtslos, geräuschlos, abseits des Getümmels.«Mehr…

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VOOO – Villa of One’s Own

Der neue digitale Werkstattraum des LCB ist online! Eindrücke des Grand Opening vom 31. August 2023 sind hier zu finden.

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