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//open : closed borders// – grenzgänger festival

Das Finale der großen Reise durch die Grenzgänger-Welten fand am 4. und 5. September 2020 statt. In vielen Panels und einer Ausstellung im LCB setzten wir uns noch einmal intensiv mit dem Thema ›Reisen und Recherche‹ auseinander.

Direkt zum Festivalprogramm:
Fr, 4.9. Sa, 5.9.

Fotos der Veranstaltungen sowie die Live-Videomitschnitte zum Nachschauen finden sich auf diesen beiden Programmseiten.

Über 15 Jahre haben sich Autor·innen, Fotograf·innen und Filmemacher·innen mit Unterstützung des Grenzgänger-Programms in verschiedenste Länder, Regionen und Situationen begeben und davon in vielfältigen dokumentarischen und künstlerischen Formen berichtet. Heute mehr denn je wird uns bewusst, auf welcher Seite der Grenze wir stehen und welche Privilegien uns Pässe von Geburt an verwehren oder verschaffen. In Kooperation mit CITYMAKERS China Berlin, der Volksbühne Berlin, SAVVY Contemporary, dem CLB im Aufbauhaus und docfilm 24 begaben wir uns schon ab 31. Mai 2020 im Rahmenprogramm des Festivals auf virtuelle Grenzgänger-Spurensuche. Der Auftakt des Festivals fand am 13. August 2020 durch einen Grenzgänger der ersten Stunde statt: Saša Stanišić. Die Videokünstlerin Marlene Denningmann und der Autor Roman Ehrlich, ebenfalls Grenzgänger·innen, präsentierten außerdem in einem Digital Essay ihre gemeinsame Reise durch Rechercheberichte und Materialien der letzten Jahre.

Rahmenprogramm:

Digital Essay: Die (ideale) postsozialistische Frau

Digital Essay: Architektur im Grenzgang

Digital Essay: REISEN

Am 4. und 5. September 2020 im LCB haben wir uns während des Festivals //open : closed borders// auf eine letzte große (virtuelle) Reise in die Grenzgängerwelten begeben und über die Themen Die Dynamik der Krise, Weitergabe von Traumata, Künstliche Intelligenz, Die Menschheit als Naturkatastrophe, Migration und Tourismus sowie Kolonialismus diskutiert. Am Freitagabend eröffnete der Fotograf und Kurator Marcus Reichmann die Fotoausstellung //open: closed borders photographs// und am Samstag nahm uns der Klangkünstler und Komponist Kalle Laar auf eine Entdeckungsreise durch die bisher noch fast unentdeckte musikalische Landschaft Eritreas. Er brachte eine Auswahl seltener Aufnahmen von neueren, meist in Eigenproduktion entstandenen CDs, wenigen Schallplatten, und viel Material, überspielt von Kassetten, die während des Unabhängigkeitskampfes entstanden sind, mit an den Wannsee.

Freitag, 04.09.2020

16–17 h | Panel 1
Die Dynamik der Krise. Zwischen Nullpunkt, Neuanfang und Restitution
Gespräch: Wolfgang Reinke und Rainer Schildberger

18–19 h | Panel 2
Wenn das Schweigen zu laut wird. Über die transgenerationelle Weitergabe von Traumata
Gespräch: Valerie Fritsch, Yannic Han Biao Federer und Stanisław Mucha (abgesagt)

20–21 h | Eröffnung Ausstellung
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Gespräch: Marcus Reichmann (Kurator) mit Roman Bezjak, Andrea Diefenbach, Frank Gaudlitz, Loredana Nemes (angefragt) und Rebecca Sampson
Ausstellung mit Fotografien aus: Frank Gaudlitz: »Warten auf Europa. Begegnungen an der Donau« (2006) / Roman Bezjak: »Sozialistische Moderne« (2011) / Andrea Diefenbach: »Land ohne Eltern« (2012) / Pepa Hristova: »Sworn Virgins« (2013) / Loredana Nemes: »Beautiful« (2013) / Rebecca Sampson: »Apples for sale« (2018)

 

Samstag, 05.09.2020

14–15 h | Panel 3
Mensch und Maschine. Wie künstliche Intelligenz unser Leben verändert
Gespräch: Madeleine Dallmeyer, Gesine Schmidt

16–17 h | Panel 4
Die Menschheit als Naturkatastrophe
Gespräch: Daniela Danz, Olga Delane, Fritz Schumann

18–19 h | Panel 5
Flucht von wo? Migration und Tourismus in einer globalisierten Welt
Gespräch: Max Kerkhoff und Georg Manuel Zeller

20–21 h | Panel 6
Die Auswirkung kolonialer Verhältnisse auf das Erzählen
Gespräch: Katharina Döbler, Therese Koppe und Kalle Aldis Laar | Videobotschaft: Ye Ming

Weitere Infos und Fotos finden sich auf der Ausstellungs- sowie den Programmseiten (4.9., 5.9.).


Kontakt und Festivalleitung:

Nora Molitor (molitor@lcb.de) & Mandy Seidler (seidler@lcb.de)

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