Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum
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#1 Studio LCB Thomas Kling 1992
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#2 Brigitte Kronauer und Tilmann Rammstedt 2014
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#3 Studio LCB Martin Walser 1990
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#4 Shumona Sinha 2017
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#5 War Hölderlin umnachtet?
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#6 Terezia Mora 2019
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#7 Studio LCB Wolfgang Hilbig 1991
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#8 Thomas Pynchon 2007
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#9 Studio LCB Ilse Aichinger 1996
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#10 Thomas Strässle über Max Frisch 2017
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#11 Wulf Kirsten liest Lyrik und Prosa 1996
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#12 Fiston Mwanza Mujila 2018
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#15 Geschichte und Roman: Ursula Krechel und Uwe Timm
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#16 Reste: Nelly Sachs liest Gedichte
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#17 Europäische Erzähler: A. L. Kennedy
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#18 Studio LCB mit Ernst Jandl und Friederike Mayröcker
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#19 konkret beredt: Ein Abend für und mit Eugen Gomringer zu seinem 90. Geburtstag
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#20 Melinda Nadj Abonji: Tauben fliegen auf
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#21 Ernst Jandl: »idyllen«
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#22 Teju Cole: Blinder Fleck
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#23 Romane in der Rotunde: »Tyll«
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#24 Rasha Abbas: »Eine Zusammenfassung von allem, was war«
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#25 Vladimir Sorokin: »Telluria«
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#25 Uwe Johnson und Günther Eich
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#27 Jonathan Franzen: »Das Ende vom Ende der Welt«
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#28 Studio LCB mit Sarah Kirsch
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#29 Peter von Matt: »Sieben Küsse«
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#30 Studio LCB mit Durs Grünbein
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#31 »In der dritten Minute der Morgenröte«: Ein Abend für Christian Saalberg
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#32 Arundhati Roy: »Das Ministerium des äußersten Glücks«
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#33 Ein Abend mit Erich Fried
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#34 Olga Tokarczuk, »Die Jakobsbücher«
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#35 Studio LCB mit Katja Lange-Müller
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#36 Studio LCB mit Dževad Karahasan
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#37 Love that dares to speak its name: Lesbisches und schwules Lieben in der Literatur
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#38 Der ganze Prozess
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#39 Die schöne Unbekannte: Zeitgenössische griechische Literatur
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#40 Studio LCB: Jan Wenzel - Das Jahr für Jahrzehnte

Frisch aus dem Archiv

Dichterlesen.net

Aus dem LCB-Veranstaltungs-Fundus: Unsere Hör-Tipps, die Ihnen unsere wertvollsten, kuriosesten und aufregendsten Lesungen aus den letzten 57 Jahren ins Wohnzimmer bringen oder Sie beim Spazieren begleiten, finden Sie hier versammelt.

 

»Das Jahr 1990 freilegen« © Spector Books

»Das Jahr 1990 freilegen« © Spector Books

#40 | Studio LCB: Jan Wenzel – Das Jahr für Jahrzehnte | 2020

Vergleicht man die Jahre 1989 und 1990, zeigt sich, dass sie in der kollektiven Erinnerung höchst unterschiedlich präsent sind. Die Meisten können sich das Jahr 1989 rasch ins Gedächtnis rufen. Die Ereignisse dieses Herbstes verdichteten sich auf wenige, hochdramatische Wochen. 1990 dagegen wirkt in der Erinnerung wie ein blinder Fleck. Das Gedächtnis, von den sich überschlagenden Ereignissen ebenso gefordert wie von unerfüllten Wünschen und nicht eingestandenen Kränkungen fasst ein solches Jahr nur schwer. Im Foto-Text-Buch »Das Jahr 1990 freilegen« (Spector Books, 2019) hat sich Jan Wenzel einer archäologischen Mammutaufgabe gestellt, all die verschiedenen Erinnerungs- und Gefühlsschichten freizulegen und zugleich die reiche Chronologie der Ereignisse dieses Jahres im Blick zu behalten.
Ein Gespräch des Autors mit Ute Mahler und Jörg Schieke, moderiert von Tobias Lehmkuhl.

 

Amphitheater in Epidauros © Petter Ulleland

Amphitheater in Epidauros © Petter Ulleland

#39 | Die schöne Unbekannte: Zeitgenössische griechische Literatur | 2017

Die Staatsschuldenkrise hat den griechischen Literaturbetrieb stark getroffen: Zahlreiche Verlage mussten schliessen, und die deutschsprachigen Verlage haben kaum aktuelle griechische Literatur im Programm. Drei Stipendiat·innen der Villa Concordia in Bamberg, zeigen, wie lebendig und vielfältig die Literaturszene ist. Nora Gomringer sprach 2017 im Literaturhaus Basel mit Ioanna Bourazopoulou, Lila Konomara und Christos Asteriou über ihre Texte und die aktuelle Situation in Griechenland.

 

Anfang des Manuskripts zu »Der Process«, 1914/15

Anfang des Manuskripts zu »Der Process«, 1914/15

#38 | Der ganze Prozess | 2013

Wohl am 11. August 1914, einem Dienstag, wurde einer der berühmtesten Romane der Moderne begonnen, ohne je abgeschlossen zu werden: Franz Kafkas »Prozess«. 2013 wurde das gesamte Manuskript im Literaturmuseum der Moderne ausgestellt. Zur Ausstellungseröffnung hielt der Schriftsteller Louis Begley einen Vortrag über den Umgang mit Kafkas literarischem Werk. Was genau lässt Kafkas oftmals groteske und unwirkliche Figuren, Räume und Situationen so glaubwürdig und damit letztlich alltäglich erscheinen?

 

Hans Pleschinski, Antje Rávic Strubel, Angela Steidele, Daniel Schreiber, Traude Bührmann & Gunther Geltinger © Gregor Fischer

Hans Pleschinski, Antje Rávic Strubel, Angela Steidele, Daniel Schreiber, Traude Bührmann & Gunther Geltinger © Gregor Fischer

#37 | Love that dares to speak its name: Lesbisches und schwules Lieben in der Literatur | 2017

Ist es mittlerweile gleichgültig, von welcher Liebe ein Roman, eine Erzählung, ein Gedicht berichtet? Wie verhält es sich in Zeiten vermeintlicher Gleichberechtigung mit künstlerischen Ausdrucksweisen und Formaten, die sich in einem spezifisch schwul-lesbischen Kontext entwickelt haben: Steckt noch immer emanzipatorisches Potential in ihnen? Ein Literarischer Salon der Antidiskriminierungsstelle des Bundes mit Traude Bührmann, Gunther Geltinger, Hans Pleschinski, Angela Steidele und Antje Rávic Strubel, moderiert von Daniel Schreiber.

 

Dževad Karahasan © Renate von Mangoldt, 2007

Dževad Karahasan © Renate von Mangoldt, 2007

#36 | Studio LCB mit Dževad Karahasan | 2016

Wie kommt es zum Niedergang einer blühenden Kultur? Wie zerstört religiöser Fundamentalismus eine vitale, von geistiger Vielfalt und Toleranz geprägte Epoche? Der Roman »Der Trost des Nachthimmels« (Suhrkamp, 2016) von Dževad Karahasan erzählt vom Mathematiker und Dichter Omar Chayyam und dem Verfall des Seldschukenreiches im 11. Jahrhundert, spricht aber zerstörerische Gewalten unserer Zeit an. Im Gespräch mit Maike Albath, Lothar Müller und Katharina Raabe diskutiert der neulich mit dem Goethe-Preis ausgezeichnete Autor über seine Erzählkunst, die Entstehung des Buches und seine Rezeption in Bosnien.

 

Katja Lange-Müller © Renate von Mangoldt, 1993

Katja Lange-Müller © Renate von Mangoldt, 1993

#35 | Studio LCB mit Katja Lange-Müller | 1993

Ein Auszug aus Katja Lange-Müllers 1993 noch unveröffentlichtem Roman »Verfrühte Tierliebe« (Kiepenheuer & Witsch, 1995) löste eine lebhafte Diskussion über das komplizierte und beziehungsreiche Verhältnis zwischen Mensch und Tier aus, das nicht nur im Titel erscheint, sondern auch die Handlung des Romans bestimmt. Inwiefern tragen Individuen animalische Elemente in das soziale Leben hinein? Inwieweit ist ein solcher Vorgang unbewusst oder gesteuert, und wie werden die Romanfiguren dadurch geprägt? Ein Gespräch der Autorin mit Ulrich Janetzki, Monika Maron und Helge Malchow.

 

Olga Tokarczuk © Sebastian Wenzel

Olga Tokarczuk © Sebastian Wenzel

#34 | Olga Tokarczuk, »Die Jakobsbücher« | 2019

Olga Tokarczuks Roman »Die Jakobsbücher« (Kampa Verlag, 2019) ist ein metaphysischer wie lebenspraller Roman auf den Spuren einer der bedeutenden Figuren des 18. Jahrhunderts: Jakob Frank galt den einen als Weiser und Messias, den anderen als Scharlatan und Ketzer. Er war Anführer einer mystischen Bewegung, fest entschlossen, sein Volk, die Juden Osteuropas, für die Moderne zu öffnen. Tokarczuk zeichnet mit dem schillernden Porträt einer kontroversen Figur zugleich das Panorama einer krisenhaften Welt an der Schwelle zur Moderne. Eine Lesung mit der Autorin aus dem Literaturhaus Stuttgart.

 

Erich Fried und Walter Höllerer © Renate von Mangoldt, 1986

Erich Fried und Walter Höllerer © Renate von Mangoldt, 1986

#33 | Ein Abend mit Erich Fried | 1986

Das Dichterleben von Erich Fried war immer von der literarischen Auseinandersetzung mit Politik geprägt. Seine kritischen Stellungnahmen zur Politik der Bundesrepublik und der Weltmächte sorgten immer wieder für Kontroversen. Die Diskussion mit Walter Höllerer aus dem Jahr 1986 ist leider nicht erhalten geblieben, aber die Kommentare Frieds zur Entstehung und Gestaltung der Texte, die er vorgelesen hat, gewähren einen Einblick in seinen Denk- und Schreibprozess.

 

Arundhati Roy © Heiner Wittmann

Arundhati Roy © Heiner Wittmann

#32 | Arundhati Roy: »Das Ministerium des äußersten Glücks« | 2017

In ihrem Roman »Das Ministerium des äußersten Glücks« (S. Fischer, 2017) führt uns Arundhati Roy auf eine Reise durch den indischen Subkontinent, über die Enge des alten Delhi und die schillernden Malls der neuen Metropole bis in die schneebedeckten Berge und Täler von Kaschmir, zu den Fragen von Krieg und Frieden. Die Autorin war im September 2017 im Literaturhaus Stuttgart zu Gast und sprach mit Sigrid Löffler über zeitgenössische Literatur aus Indien.

 

Christian Saalberg in Ente in der Provence © Viola Rusche

Christian Saalberg in Ente in der Provence © Viola Rusche

#31 | »In der dritten Minute der Morgenröte«: Ein Abend für Christian Saalberg | 2020

Nachdem er als jugendlicher Soldat die Schrecken des Zweiten Weltkrieges erlebte, führte Christian-Udo Rusche eine Doppelexistenz: Rechtsanwalt im bürgerlichen Leben, schützte er seine Tätigkeit als Lyriker mit dem Pseudonym Christian Saalberg – einer Allusion auf den Ort im Riesengebirge, wo er die glücklichstem Momente seiner Kindheit erlebte. Nach seinem Tod haben Mirko Bonné und Viola Rusche eine Auswahl aus dem 23 Bände umfassenden Werk kuratiert, die 2019 unter dem Titel »In der dritten Minute der Morgenröte« (Schöffling & Co.) erschien. Die Herausgeber·innen haben das Buch im Lyrik Kabinett München vorgstellt.

 

Durs Grünbein © Renate von Mangoldt, 1999

Durs Grünbein © Renate von Mangoldt, 1999

#30 | Studio LCB mit Durs Grünbein | 1999

Warum reagiert Durs Grünbein auf Fragen, die die DDR betreffen, zurückhaltend? Wie hat er den gewaltigen Zuspruch der Feuilletons nach der Wende empfunden? Warum waren die Lyriker im Prenzlauer Berg “ästhetisch verfeindet”? Mit Helmut Lethen, Gustav Seibt und Hubert Winkels diskutierte der Georg-Büchner-Preisträger über sein poetisches Schaffen sowie die DDR und las aus dem Gedichtband »Nach den Satiren« (Suhrkamp, 1999) vor.

 

Sieben Küsse. Glück und Unglück in der Literatur © Hanser

Sieben Küsse. Glück und Unglück in der Literatur © Hanser

#29 | Peter von Matt: »Sieben Küsse« | 2017

Eigentlich ist Küssen ja ein Alltagsgeschäft. Und dennoch sind wir davon überzeugt, das Leben nach dem Kuss sei ein besseres als zuvor. Daran hat auch die Literatur ihren Anteil, denn in zahllosen Geschichten nimmt das Schicksal nach dem entscheidenden Kuss einen neuen Lauf. In seinem Buch »Sieben Küsse« (Hanser, 2017) hat Peter von Matt bedeutungsvolle Küsse der Literaturgeschichte ausgewählt sowie kenntnisreich und elegant interpretiert. Im Literaturhaus Basel sprach der Autor mit Katrin Eckert über die Konzeption des Buches und über das Handwerk des Interpretierens.

 

Sarah Kirsch © Renate von Mangoldt, 1996

#28 | Studio LCB mit Sarah Kirsch | 1996

Der Gedichtband »Bodenlos« (DVA) von Sarah Kirsch erschien 1996 und deutete einen Tonwechsel in ihrer Lyrik an. Im selben Jahr wurde die Autorin mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet. Über diese Ehrung sowie über den neuen Ton ihrer Texte und die Produktionsbedingungen in der DDR sprach Kirsch mit Hajo Steinert, C. W. Aigner und Frauke Meyer-Gosau. Der Podcast ist auch Teil des Hörraums »Literatur der Mauerrisse«.

 

Wieland Freund und Jonathan Franzen © Tobias Bohm, 2019

#27 | Jonathan Franzen: »Das Ende vom Ende der Welt« | 2019

„Wie kann ich mir in etwas, das ich schreibe, wirklicher vorkommen als in meinem Körper? Wie kann ich mich einem anderen Menschen näher fühlen, wenn ich seine Worte lese, als wenn ich neben ihm sitze?“ – heißt es im Eingangsessay von Jonathan Franzens »Das Ende vom Ende der Welt« (Rowohlt, 2019). Mit Wieland Freund diskutierte der preisgekrönte Romancier über die persönliche Substanz in literarischen Texten, über die Bedeutung und Form des Essays und über die Rolle von Vögeln für sein Schreiben.

 

Uwe Johnson © Renate von Mangoldt

#26 | Dichterlesung: Uwe Johnson und Günter Eich | 1959

Wir schrieben das Jahr 1959: Günter Eich ist gerade mit dem Büchner-Preis ausgezeichnet worden und Uwe Johnson hat seinen ersten Roman veröffentlicht. Zwei der wichtigsten Suhrkamp-Autoren der folgenden Jahrzehnte waren im Verlagshaus zu Gast und lasen aus ihren Texten — mit einer Einführung von Siegfried Unseld, in seiner eigentümlichen Manier.

 

Vladimir Sorokin © Renate von Mangoldt, 2000

#25 | Vladimir Sorokin: »Telluria« | 2015

»Telluria«, Vladimir Sorokins als opus magnum gefeierter Roman entfacht in fünfzig Kapiteln ein Feuerwerk der Genres und Stile, vom Märchenton bis zu orientalischer Poesie bis zur Live-Reportage, von Marco Polo bis Viktor Pelewin. Acht Übersetzer·innen haben der deutschen Fassung (Kiepenheuer & Witsch, 2015) eine vielstimmige Gestalt gegeben. Zur Premiere haben der Autor und seine Übersetzer·innen vom Kollektiv Hammer und Nagel dem Publikum mit einer exklusiven Performance Zugang zum Buch verschafft.

 

Rasha Abbas, Katy Derbyshire und Sandra Hetzl © Tobias Bohm, 2018

#24 | Rasha Abbas: »Eine Zusammenfassung von allem, was war« | 2018

Frisch aus dem Archiv #24: Zeitschleifen und russische Raketen über Freibädern, paranoide Teenager, Checkpoints und abgelegene Hotels. Drogentrips, Kinoproduktionen für Diktatoren und Exilanten in WG-Zimmern: In Rasha Abbas‘ Erzählungsband »Eine Zusammenfassung von allem, was war« (mikrotext, 2018) flackern die Bilder ihrer alten und neuen Heimat grell auf. Mit Katy Derbishire unterhielt sich die Autorin über die Entstehung ihrer Erzählungen und über Humor in der arabischen Sprache.

 

Daniel Kehlmann © Tobias Bohm, 2018

#23 | Romane in der Rotunde: »Tyll« | 2018

Frisch aus dem Archiv #23: Unser heutiger Hör-Tipp ist ein Rückblick auf die sommerliche Veranstaltungsreihe Romane in der Rotunde — vor zwei Jahren las Daniel Kehlmann am Ufer des Wannsees aus seinem Roman »Tyll« (Rowohlt, 2017). Literaturwissenschaftlerin Ulrike Vedder führte ein Gespräch mit dem Autor über die Eulenspiegel-Anekdoten, den Dreißigjährigen Krieg und die historischen und fiktiven Figuren in seinen Texten. Kommen Sie, hören Sie, staunen Sie!

 

Teju Cole © Heiner Wittmann, 2018

#22 | Teju Cole: Blinder Fleck | 2018

Nachdem er 2011 eine Zeit vorübergehender Erblindung erlebte, stellte sich für Teju Cole die Frage des Sehens neu, und er begann mit der Arbeit an seinem fotografisch-essayistischen Projekt »Blinder Fleck« (Hanser Berlin, 2018). Die Bilder dieses Bandes sind Dokumente von Jahren des Unterwegsseins: Mehr als 150 Fotografien und Texte verbinden sich zu einem lyrischen visuellen Essay, den der Autor im Literaturhaus Stuttgart beim Gespräch mit Gesa Schneider vorgestellt hat.

 

Ernst Jandl © Renate von Mangoldt, 1989

#21 | Ernst Jandl: »idyllen« | 1989

Wütend und komisch zugleich sind Ernst Jandls Verse aus dem Gedichtband »idyllen« (Luchterhand), im Laufe der 1980er Jahre entstanden und 1989 veröffentlicht. Unbändige Sprachlust und Freude am Experimentieren mit Worten und Lauten haben in diesem Lyrikband einen melancholischen Unterton. Jandl Poesie wirft auch hier einen kritischen Blick auf die Welt — und auf die eigenen Erinnerungen.

 

Melinda Nadj Abonji © Renate von Mangoldt, 2000

#20 | Melinda Nadj Abonji: Tauben Fliegen auf | 2011

Der Roman »Tauben fliegen auf« (Jung und Jung, 2010) von Melinda Nadj Abonji wurde 2010 sowohl mit dem Deutschen als auch mit dem Schweizer Buchpreis ausgezeichnet. In der Geschichte von einer Ungarischen Familie aus dem Norden Serbiens, die in der Schweiz ein Zuhause findet, sich aber nicht heimisch fühlt, entsteht ein vielschichtiges Bild des gegenwärtigen Europa. Im Literaturhaus Basel unterhielt sich die Autorin mit Hans Ulrich Probst über die autobiografischen Aspekte des Buches, über das Leben in zwei Kulturen und über die Kehrseite der direkten Demokratie.

 

Eugen Gomringer © Lyrik Kabinett, 2015

#19 | konkret beredt: Ein Abend für und mit Eugen Gomringer zu seinem 90. Geburtstag | 2015

Das Lyrik Kabinett München feierte 2015 den neunzigsten Geburtstag von Eugen Gomringer, dem bolivianisch-schweizerischen Lyriker, Herausgeber, Verleger, Organisatoren und Dozenten, der als “Vater der konreten Poesie” bezeichnet wird. Vor seiner Lesung erwiesen ihm der Literaturwissenschafter Holger Pils und Autor Michael Lentz die Ehre.

 

Friederike Mayröcker, Foto © Renate von Mangoldt, 1995

#18 | Studio LCB mit Ernst Jandl und Friederike Mayröcker | 1995

Zwei der bedeutendsten Autor·innen der deutschsprachigen Nachkriegsliteratur, Friederike Mayröcker und Ernst Jandl, waren vor knapp 25 Jahren zusammen am Wannsee zu Gast. Mit Hajo Steinert, Klaus Kastberger und Walter Höllerer unterhielten sie sich über die Avantgarde der 50er und 60er Jahre, über das Übersetzen von konkreter Poesie und über ihre Zusammenarbeit beim Schreiben. Im Fokus standen aber ihre Texte — die auch nach Jahren nichts an Frische und Relevanz verloren haben.

 

A. L. Kennedy © Tobias Bohm

#17 | Europäische Erzähler: A. L. Kennedy | 2009

2009 war die schottische Autorin, Filmemacherin und Stand-up-Comedian A. L. Kennedy zum ersten Mal im LCB zu Gast. Der Anlass war die Veröffentlichung ihres Erzählbandes “Was wird” (aus dem Englischen von Ingo Herzke, Wagenbach Verlag, 2009, ). Mit dem Übersetzer Bernhard Robben unterhielt sich die Autorin über ihren Stil und ihr Literaturverständnis, sowie über das Komische und die literarischen Formen der Imagination.

 

© Suhrkamp

#16 | Reste: Nelly Sachs liest Gedichte | ca. 1970

1965 erschien beim Suhrkamp Verlag die Sprechplatte »Nelly Sachs liest Gedichte« mit 51 Aufnahmen der von 1940 bis 1963 entstandenen Texten der Autorin. Zu den Beständen des Deutschen Literaturarchivs Marbach gehören aber auch die Aufnahmen von Gedichten, die nicht auf die Platte gepresst worden sind. Diese Aufnahmereste gibt es im Online-Tonarchiv dichterlesen.net zum Nachhören.

 

Uwe Timm. 1989 © Renate von Mangoldt

#15 | Geschichte und Roman: Ursula Krechel und Uwe Timm | 2009

In dieser Lesung aus 2009 begegnen sich zwei Autor·innen, die sich der Herausforderung gestellt haben, die Stimmen der Toten zu sammeln und die Zeugnisse und Gräber zum Sprechen zu bringen. Über die Entstehung ihrer Romane »Shanghai fern von wo« (Kiepenheuer & Witsch, 2009) und »Halbschatten« (Jung und Jung, 2008), über das Verhältnis von deutschem Bürgertum und Militär und über die metaphysischen Aspekte des Todes unterhielten sich Ursula Krechel und Uwe Timm mit Tobias Lehmkuhl.

 

dichterlesen 14 Auf Wiedervorlage - Balzac "Verlorene Illusionen"

Honoré de Balzac: »Verlorene Illusionen«, übersetzt von Melanie Walz, Hanser Verlag 2014

# 14 | Auf Wiedervorlage – Balzac: Verlorene Illusionen | 2014

Einer der großen Romane der Weltliteratur, Balzacs »Verlorene Illusionen«, glänzt in Melanie Walz‘ neuer Übersetzung noch ein wenig prächtiger als zuvor. Die Übersetzerin hat sich zusammen mit dem Kritiker Andreas Isenschmid und dem Stanford-Komparatisten Hans Ulrich Gumbrecht über das historische Profil und die philologischen Finessen Balzacs unterhalten.

 

dichterlesen 13 Lesung und Podiumsgespräch mit Margarete Mitscherlich (r.) und Brigitte Burmeister (l.)

Brigitte Burmeister und  Margarete Mitscherlich Oktober 1991 © Renate von Mangoldt

# 13 | Lesung und Podiumsgespräch mit Margarete Mitscherlich und Brigitte Burmeister | 1991

Die Veranstaltung mit der Psychoanalytikerin Margarete Mitscherlich und der Schriftstellerin Brigitte Burmeister war als Lesung angekündigt, entwickelte sich jedoch in eine ganz andere Richtung. An jenem Abend im Oktober 1991 wurde gar nicht gelesen, sondern ausschließlich debattiert: über Christa Wolf, den Zusammenbruch des Sozialismus und den Sieg des Kapitalismus. Das Gespräch und die Publikumsbeiträge geben spannende Einblicke in die Atmosphäre der Nachwendezeit.

 

dichterlesen 12 Die Tramatisierung des Lebens 2018

Fiston Mwanza Mujila: »Tram 83«, übersetzt von Katharina Meyer und Lena Müller, Zsolnay Verlag 2018

# 12 | Die Tramatisierung des Lebens | 2018

Was für ein Debüt! »Tram 83« des kongolesischen Schriftstellers Fiston Mwanza Mujila wurde international gefeiert. Der Roman über den einzigen Nachtclub einer pulsierenden afrikanischen Großstadt fasziniert durch seinen Stoff, seine vielstimmige Komposition, vor allem aber durch den Rhythmus und Drive seiner Sprache. In diesem Hörtipp erleben Sie Fiston Mwanza Mujila als Interviewer seiner Übersetzerinnen Katharina Meyer und Lena Müller und als Performer im Zusammenspiel mit dem Berliner Saxofonisten Ben Kraef.

 

dichterlesen 11 Wulf Kirsten liest Lyrik und Prosa

Wulf Kirsten und Ursula Haeusgen 1996 © Lyrik Kabinett

# 11 | Wulf Kirsten liest Lyrik und Prosa | 1996

In den Versen von Wulf Kirsten hat das deutschsprachige Naturgedicht unserer Tage eine seiner selbständigsten und eigentümlichsten Gestaltungen gefunden. Kirsten gehörte nie zu den Wald- und Wieseneskapisten, trotzdem spielt die ihn umgebende üppigreiche Natur seit jeher eine Rolle in seinen Gedichten. Im Frühjahr 1996 war er im Lyrik Kabinett München zu Gast.

 

dichterlesen 10 Thomas Strässle über Max Frisch 2017

Max Frisch: »Wie Sie mir auf den Leib rücken!«, hrsg. von Thomas Strässle, Suhrkamp 2017

# 10 | Thomas Strässle über Max Frisch | 2017

Obwohl er sie gar nicht mochte, hat Max Frisch unzählige Interviews gegeben – schließlich war er der Inbegriff eines Schriftstellers, der sich einmischt und gehört wird, und ein Meister der Konversation. Ihn aus der Fassung zu bringen, das gelang nur einem Journalisten: »Wie Sie mir auf den Leib rücken!«, wehrte sich Max Frisch 1981 gegen die Fragerei von Fritz Raddatz. Thomas Strässle, der dieses Interview zusammen mit dreizehn weiteren in einem Sammelband veröffentlicht hat, spricht mit der Literaturkritikerin Beatrice von Matt über den Schriftsteller.

 

dichterlesen 9 Ilse Aichinger 1996

Studio LCB mit Ilse Aichinger 1996 © Renate von Mangoldt

# 9 | Studio LCB mit Ilse Aichinger | 1996

Eine der ganz großen Schriftstellerinnen, Ilse Aichinger, spricht leise, betont uneitel über ihre Lebensstationen: die schrecklichen Erfahrungen des Antisemistismus‘ während des Dritten Reiches und die gesellschaftliche Not nach 1945, aber auch über die Art und Weise ihres Schreibens und Denkens. Der Moderator Richard Reichensperger ist in dem Falle der adäquate Gesprächspartner, denn durch seine Bewunderung entsteht die Atmosphäre, die der medienscheuen Aichinger behagt.

 

#8 Thomas Pynchon 2007 Stuttgart

Thomas Pynchon 2007 Stuttgart

# 8 | Against the day | Thomas Pynchon | 2007

Mehr Pynchon geht nicht. Ein Abend im Literaturhaus Stuttgart mit Friedrich Kittler, einem der originellsten deutschen Denker der Gegenwart und Pynchon-Kenner, & mit Pynchon-Übersetzer Nikolaus Stingl, der vorab einige Passagen von Thomas Pynchons Roman »Against the day« ins Deutsche übertragen hatte.

 

Studio LCB mit Wolfgang Hilbig 1991

Studio LCB mit Wolfgang Hilbig 1991 © Renate von Mangoldt

# 7 | Studio LCB mit Wolfgang Hilbig | 26. November 1991

Eine weitere spannende Kontroverse entspann sich in diesem Studio LCB mit Wolfgang Hilbig, Karl Corino, Peter Geist, Thomas Böhme und Hajo Steinert: Anlässlich der Frage nach der literarischen Bedeutung der Szene im Prenzlauer Berg wird Sascha Anderson als zentrale Figur immer wieder erwähnt. Karl Corino hält die Szene für generell „überschätzt“ und wirft den Untergrund-Autor·innen Epigonentum, „intellektuellen Verrat“ und geistige „Zuchtlosigkeit“ vor, eine Einschätzung, der vom Moderator und den anderen Gästen entschieden widersprochen wird …

 

dichterlesen 6 Terezia Mora 2019

Maike Albath, Terezia Mora 2019 © LCB

# 6 | Studio LCB mit Terézia Mora | 28. August 2019

Im Studio LCB vom 28. August 2019 las Terézia Mora aus ihrem Roman »Auf dem Seil« (Luchterhand Literaturverlag) und diskutierte mit der Schriftstellerin Katja Lange-Müller und dem Schriftsteller, Schauspieler und Hörspielautor Andreas Jungwirth über den Abschluss ihrer Trilogie. Welche Entwicklung hat sie ihrem berühmten Protagonisten Darius Kopp zugedacht – und warum?

 

Friedrich Hölderlin © FK Hiemer

Friedrich Hölderlin © FK Hiemer

# 5 | War Hölderlin umnachtet? | 22. November 1979

In seinem Vortrag breitet Pierre Bertaux am 22. November 1979 seine bis heute umstrittene These aus, dass Hölderlin entgegen der landläufigen Meinung nicht geisteskrank gewesen sei. Es handelt sich dabei um Tonband 36 der Sammlung »Hoser’s Buchhandlung«. Sie umfasst 85 Tonbänder (1976 bis 1988) von Autor·innenlesungen, die dem Deutschen Literaturarchiv Marbach gestiftet wurden. Aus zwei aktuellen Anlässen (#Hölderlin2020 #CoronaUmnachtung) empfehlen wir: Nerven behalten und dichterlesen.net hören!

 

Katja Roloff, Shumona Sinha 2017 © LCB

Katja Roloff, Shumona Sinha 2017 © LCB

# 4 | Die diagnostische Kraft der Literatur | 8. Juni 2017

In ihren Romanen rechnet Shumona Sinha mit dem französischen Asylsystem ab (»Erschlagt die Armen!«), erzählt von drei Frauen, die einer unbarmherzigen männlichen Ordnung gegenüberstehen (»Staatenlos«) und von einer verlorenen Kindheit in Indien zwischen Familien- und der politischer Geschichte (»Kalkutta«, alle Edition Nautilus): Shumona Sinha war 2017 Stipendiatin im LCB. Am 8. Juni in diesem Jahr sprach sie mit ihrer Übersetzerin Lena Müller und Moderatorin Aurélie Maurin über ihre Texte. Spannende Themen und Protagonistinnen, empfehlenswerte Texte, kurz: sehr hörenswerte 1,5 Stunden.

 

v.l.n.r. Jurek Becker, Hajo Steinert, Volker Hage, Martin Walser © Renate von Mangoldt

v.l.n.r. Jurek Becker, Hajo Steinert, Volker Hage, Martin Walser 1990 © Renate von Mangoldt

# 3 | Studio LCB mit Martin Walser | 5. November 1990

Zugegeben: Lange nicht mehr wurde in einem Studio LCB 114 Minuten lang so schön gestritten wie in diesem. Martin Walser wirft der Presse u. a. vor, soziale Wirklichkeiten nach ihren Vorstellungen zurechtbiegen. Jurek Becker – auf der anderen Seite des Tisches – hält Walsers Ansichten zur deutschen Einheit angesichts rassistischer und chauvinistischer Tendenzen für schönfärberisch und unkritisch. Bei dieser Entdeckung aus dem LCB-Veranstaltungs-Fundus sind außerdem Hajo Steinert und Volker Hage dabei.

 

Brigtte Kronauer, Tilmann Rammstedt © LCB

Brigtte Kronauer, Tilmann Rammstedt 2014 © LCB

# 2 | Gewäsch und Gewimmel | 18. Februar 2014

Brigitte Kronauer stellt mit einem überwältigten Tillman Rammstedt ihr Buch »Gewäsch und Gewimmel« vor. Zum Teil im Plauderton, zum Teil wie in Kalendergeschichten wird über den Tod und das Leben, über die Liebe und ihre Flüchtigkeit räsoniert; mittels Kurz- und Kürzestgeschichten werden den Leser·innen eine große Zahl von Figuren präsentiert.

 

dichterlesen 1 Studio LCB Thomas Kling 1992

Thomas Kling 1992 © Renate von Mangoldt

# 1 | Studio LCB mit Thomas Kling | 23. Juni 1992

Legendär: Thomas Kling diskutiert mit Hajo Steinert und Hubert Winkels am 23. Juni 1992 die Rezeption seiner Lyrik und Performance. Moderation: Hajo Steinert. Gesprächspartner: Hubert Winkels.

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