LCB
Cruising als kulturelle Praxis II

Cruising als kulturelle Praxis II

komm in den totgesagten park und schau:

Panels: Jayrôme C. Robinet, Alex Alvina Chamberland, Laura Méritt, Koray Yılmaz-Günay, Ismar Hačam, Tobias Reußwig, caner teker, Hengameh Yaghoobifarah
Readings: alle Beteiligte, Marko Martin und Angela Steidele
Lecture Performance: Liz Rosenfeld
Concert: Erik Leuthäuser & Dexter Francis Mason/synth
Music: DJ Bad Puppy
Vor Ort im Saal | Livestream auf lcb.de

Cruising-Orte sind einfach und kompliziert: wie gute Literatur. Wie sind diese Orte entstanden? Wer ist dort erwünscht, ersehnt, verpönt? Haben diese Orte ein Geschlecht?

An drei Tagen diskutieren wir im LCB  über Cruising als kulturelle Praxis. Gemeinsam mit dem Publikum fragen wir nach der Geschichte und Gegenwart dieser Räume zwischen heteronormativer Ordnung, homonormativer Emanzipation und transgressivem Potential. Wir lesen Texte und cruisen durch Performances, Picknicks und Konzerte.

Programm 28. August 2021

13 Uhr Snacks am See

14 Uhr Sie verlassen den homonormativen Sektor. Cruising queeren
Panel mit Jayrôme C. Robinet, Alex Alvina Chamberland, Laura Méritt und Koray Yılmaz-Günay

16 Uhr Kaffee und Kuchen

16.30 Uhr Im Dampfbad greift nach mir ein Engel. über Cruising-Räume und ihre Wirkung
Panel mit Ismar Hačam, Tobias Reußwig, caner teker und Hengameh Yaghoobifarah

18.30 Uhr Picknick

19 Uhr Wilde Lesungen im Garten
Mit allen Beteiligten, Marko Martin und Angela Steidele

19.45 Uhr Lecture Performance von und mit Liz Rosenfeld
In englischer Sprache

20.15 Uhr Wilde Lesungen im Garten
Mit allen Beteiligten und weiteren Überraschungsgästen

21 Uhr Konzert mit Erik Leuthäuser & Dexter Francis Mason/synth

22 Uhr Dancefloor mit DJ Bad Puppy – muss leider entfallen

Das gesamte Festivalprogramm zum Download

Zur Festivalseite

Aufgrund der widrigen Wetterumstände muss die Veranstaltung in den Saal verlegt werden. Für den Besuch unserer Veranstaltungen gilt die 3G-Regel (getestet, geimpft, genesen), was Sie außerdem beachten müssen:

Hinweise zum Besuch der Veranstaltungen

28.08.21

Samstag, 13:00 Uhr

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

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Livestream auf lcb.de kostenfrei

Hausgäste

Teilnehmer•innen

Jayrôme C. Robinet, Ismar Hačam, Hengameh Yaghoobifarah, Marko Martin, Angela Steidele, Alex Alvina Chamberland, Tobias Reußwig, Koray Yılmaz-Günay, caner teker, Liz Rosenfeld, Erik Leuthäuser, DJ Bad Puppy

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Heute mit dabei:

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Alex Alvina Chamberland ist Autorin, Performancekünstlerin und Transfrau. Momentan lebt sie in Berlin. Aufgewachsen ist sie in Schweden und Nordkalifornien. Sie hat bereits zwei Bücher auf Schwedisch veröffentlich »Allt som är mitt: Våldtäkt, stigmatisering och upprättelse« (zusammen mit Anna Svensson am Bokförlaget ETC, 2015) und »Utelåst – Uppväxtnostalgi för freaks« (Dockhaveri, 2018). Zur Zeit arbeitet sie an ihrem englischsprachigen Debüt »Love the World or Get Killed Trying«. Foto © Rob Doyle

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Elias Kosanke studierte Szenisches Schreiben an der UdK Berlin sowie Kulturwissenschaften in Frankfurt (Oder) und Lissabon. Er ist Theater- und Hörspielautor und Spoken Word-Performer. Seine Arbeiten wurden unter anderem am Deutschen Theater Berlin, am Theater Wuppertal und am Ringtheater Berlin gezeigt. Zurzeit arbeitet er zusammen mit Ali El-Darsa an der Audioinstallation »Still Fields« auf dem Columbiafriedhof in Berlin-Neukölln. Foto © Kasha Gawron

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Juan Miranda is an artist, theatre-maker, and researcher from Argentina and Spain. Juan Miranda’s work sits at the intersection between theatre, visual arts, and performance. He investigates the ephemeral body of emotions, images, and flesh, and the tension created between action, presence, and space. After accomplishing his theatre studies in Buenos Aires, he obtains a BA in Stage Directing and Dramaturgy at the Institut del Teatre de Barcelona. He is currently undergoing his MA at DAS Theatre with the support of La Caixa Foundation Fellowship. Foto © privat

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Mandhla is a 24 year old trans-feminine gender non-comforming body born and raised in Zimbabwe, Africa. As a current resident in Berlin she brings a blend of experimental R&B and Soul music intertwined with visual projections and performative dancing. Her music speaks of the daily trials that Trans*, enby and femme* immigrant bodies experience daily with love, identity, sex and acceptance. A strong lover of fashion, the art of voguing and music, she promises to bring to you an experience that takes you to a world of beauty and divine epiphanies through fierce queer representation and black femme* power. Foto © Nora Hase

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Martin Lücke ist Historiker und Geschichtsdidaktiker. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Geschlechter- und Sexualitätengeschichte, Theoriefragen der Geschichtsdidaktik sowie Shoah als Thema historischen Lernens. Seit 2010 ist er Professor für Didaktik der Geschichte an der Freien Universität Berlin, seit 2019 wissenschaftlicher Leiter des Margherita-von-Brentano-Zentrums für Geschlechterforschung an der FU. Foto © Bernd Wannenmacher

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Mazlum Nergiz, geboren 1991, schreibt Stücke, Essays und Hörspiele. 2019 hat er den EDIT Essaypreis gewonnen. 2021 hat ihm das Schauspielhaus Wien das Hans-Gratzer-Stipendium verliehen, verbunden mit einer Uraufführung seines Stücks »COMA« in der Saison 2021/2022. Am Pariser Théâtre 13 inszeniert Juan Miranda im Juni 2021 die Uraufführung von »1000 Eyes«. Sein Essay »Falten & Inseln« erscheint bei Matthes & Seitz. Die Kurzgeschichten »Ausweitung des Feuers« und »392 Tage der Visionen« werden 2021 beide bei Spector Books veröffentlicht. Foto © Kerstin Schomburg

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Ozan Zakariya Keskinkılıç ist Politikwissenschaftler, Publizist und Lyriker. Er lebt in Berlin und forscht, lehrt und schreibt u .a. zu Rassismus, Antisemitismus und Orientalismus sowie zu Subjekt, Erinnerung und widerständiger Kulturproduktion. Seine Gedichte erscheinen in verschiedenen Anthologien und Literaturzeitschriften, zuletzt in BELLA triste #60, JENNY #8, Das Narr #30, Glitter #4 und ARAF. Im Herbst 2021 erscheint sein Buch »Muslimaniac. Die Karriere eines Feindbildes« bei Edition Körber. Foto © Benjamin Jenak

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Pía Laborde-Noguez studied acting at the Royal Academy of Dramatic Art (RADA) and Anthropology at Goldsmiths, University of London. In 2019 she established DOLORES; a collective offering a hybrid and multidisciplinary language in the field of theatre, language, film and videoart. She’s been involved as actor and deviser in » In the Beginning Was the End« by company Dreamthinkspeak at Somerset House in London, »5 Days in March and Current Location« by the Japanese playwright Toshiki Okada and Falk Richter’s »Trust« at The Gate Theatre. Foto © Urte Janus

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Sarah Berger, geboren 1985 in Timișoara, lebt in Berlin und ist Schriftstellerin, Fotografin und Performancekünstlerin. Berger bespielt bereits seit vielen Jahren verschiedene sozialmediale Formate mit autofiktionalen Texten, literarischen Montagen und fotografischen Arbeiten. Zuletzt veröffentlichte Berger im Jahr 2020 den Kurzprosaband »bitte öffnet den Vorhang« (SuKuLTuR), eine Sammlung an Social-Media-Collagen unter dem Titel »Lesen und Schreien« (Frohmann Verlag) und den Prosaband »Sex und Perspektive« (Herzstückverlag). Foto © privat

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caner teker prefers not to contextualize their bio. Foto © Neven Allgeier

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Erik Leuthäuser ist Sänger und arbeitet mit der deutschen Sprache als auch mit Electronics, um sein musikalisches Konzept zwischen Modern Jazz und Experimental Pop umzusetzen, inspiriert von seinen Erfahrungen als junger schwuler Mann in der Großstadt Berlin. Sein Debütalbum »In the Land of Oo-Bla-Dee« (Mons Records) wurde 2015 fürr den Preis der deutschen Schallplattenkritik nominiert. Er sang Background für Quincy Jones, George Benson, Dee Dee Bridgewater und Jacob Collier und nahm Alben mit Jazz-Legenden wie Ken Peplowski, Alan Broadbent und Kurt Rosenwinkel auf. Foto © Nils Stelte

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Hengameh Yaghoobifarah ist Journalist·in und Schriftsteller·in. Hengameh ist Redaktionsmitglied des queerfeministischen Missy Magazines. Seit 2016 erscheint Hengamehs Kolumne »habibitus« in der taz. Gemeinsam mit Fatma Aydemir gab Hengameh 2019 die Essaysammlung »Eure Heimat ist unser Albtraum« (Ullstein) heraus. Im Februar 2021 erschien das Romandebüt »Ministerium der Träume« (Blumenbar). Außerdem moderiert Hengameh den Podcast »Auf eine Tüte«, der seit April 2020 wöchentlich erscheint. Foto © Tarek Mawad

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Ismar Hačam, geboren 1991 in Livno (Bosnien-Herzegowina), studierte Germanistik und deutschsprachige Literaturen in Sarajevo, Würzburg und Berlin. Er organisiert und moderiert Veranstaltungen im LCB, betreut die Podcast-Reihe Angelesen (traduki / S. Fischer Stiftung) und ist in einer Literaturagentur tätig. Foto © Alex Goldberg

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Jayrôme C. Robinet, geboren 1977 in Frankreich, ist freier Autor, übersetzer und wissenschaftlicher Mitarbeiter an der UdK Berlin, wo er über queeren Spoken Word promoviert. 2015 erschien »Das Licht ist weder gerecht noch ungerecht« (w_orten & meer), das als Einpersonenstück am Maxim Gorki Theater Premiere feierte. 2019 erschien »Mein Weg von einer weißen Frau zu einem jungen Mann mit Migrationshintergrund« (Hanser Berlin). Für seine Texte erhielt er u. a. das Stipendium der Villa Decius in Krakau und das Autorenstipendium des Berliner Senats. Foto © Ali Ghandtschi

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Koray Yılmaz-Günay ist Co-Geschäftsführer des Migrationsrats Berlin, einer Dachorganisation von über 80 Migrant·innen-Organisationen, Organisationen von Schwarzen und von People of Color. Bereits Ende der 1990er Jahre gründete er gemeinsam mit vielen anderen GLADT, eine Organisation von queeren Migrant·innen, Schwarzen und People of Color. 2001–2003 gab er Lubunya heraus, eine Zeitschrift für türkeistämmige Lesben und Schwule. 2015 gründete er seinen eigenen Verlag, den Verlag Yılmaz-Günay. Foto © Ulaş Yılmazt

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Laura Méritt ist Autorin und Herausgeberin, sexpositive Feministin und Sex-Aktivistin. Sie leitet seit über 30 Jahren Europas ältesten feministischen Sexshop Sexclusivitäten. Mit dem Freudenfluss Netzwerk führt sie sexualpolitische Kampagnen durch: MöMo-MösenmonatMärz, PorYes – Feminist Porn Award oder das Amazonencruising. Sie ist Herausgeberin des Standardwerks zur weiblichen* Sexualanatomie »Frauenkörper neu gesehen. Ein illustriertes Handbuch« (Orlanda, 2012) sowie des Jahrbuchs der lesbischen Erotik »Mein lesbisches Auge« (konkursbuchverlag, seit 1998). Foto © Polly Fannlaf

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Liz Rosenfeld is a Berlin based artist who works in film and video, performance, and experimental writing practice. Liz explores the sustainability of emotional and political ecologies, cruising methodologies, and both past and future histories related to the ways in which memory is queered. Liz's work approaches flesh as a non-binary collaborative material, specifically focusing on the potentiality of physical abundance and excess, approaching questions regarding the responsibility and privilege of taking up space. Liz is one of the members of the international film collective nowMomentnow. Liz’s films are represented by Video Data Bank and LUX MovingImage. Foto © Richard Hancock

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Marko Martin, geboren 1970, verließ im Mai 1989 als Kriegsdiensttotalverweigerer die DDR und lebt, sofern nicht auf Reisen, als Schriftsteller in Berlin. Mit »Das Haus in Habana. Ein Rapport« (M. Wehrhahn Verlag, 2018) stand er auf der Shortlist des Essayistik-Preises der Leipziger Buchmesse. Im Frühjahr 2021 erschien der Erzählband »Die Unschuldigen von Ipanema« (PalmArtPress), im Herbst 2021 erscheint im Tropen Verlag sein literarisches Tagebuch »Die letzten Tage von Hongkong«. Foto © privat

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Veronika Springmann ist Historikerin und Sportwissenschaftlerin. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Geschichte des Nationalsozialismus, Geschichte der Gewalt, Körper- und Sexualitätsgeschichte, Sportgeschichte sowie queerer Geschichte. Sie hat u. a. innerhalb des DFG-Forschungsprojekts »Homosexuellenbewegung und Rechtsordnung in der Bundesrepublik 1949–2002« an der Freien Universität Berlin gearbeitet. Foto © Roman Pilath

Chinesisch-Deutsches Schriftstellerforum

Angela Steidele, geboren 1968 in Bruchsal, lebt in Köln und recherchiert wissenschaftlich und schreibt literarisch. Sie veröffentlichte u. a. »In Männerkleidern« (Böhlau, 2004, Neuauflage, Insel, 2021) sowie »Geschichte einer Liebe. Adele Schopenhauer und Sibylle Mertens« (Insel, 2010). Für ihr literarisches Debüt »Rosenstengel« (Matthes & Seitz Berlin) erhielt sie 2015 den Bayerischen Buchpreis. Ihre Trilogie zu biographischem Schreiben schließt Angela Steidele nach »Anne Lister. Eine erotische Biografie« (2017) und »Zeitreisen. Vier Frauen, zwei Jahrhunderte, ein Weg« (2018) mit der »Poetik der Biographie« (2019, alle bei Matthes & Seitz Berlin) ab. Foto © Ben Chislett

Das Festival »komm in den totgesagten park und schau: Cruising als kulturelle Praxis« ist ein Projekt des LCB mit freundlicher Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa und dem Institut Français Berlin. Es wird als Teil der Reihe »Stoffe« im Rahmen des Programms »Neustart Kultur« vom Deutschen Literaturfonds und der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien gefördert und präsentiert von »Glitter – Die Gala der Literaturzeitschriften« und von der »SIEGESSÄULE«.

Der Programmflyer zum Herunterladen

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