Was Übersetzer hinterlassen

Finissage der Ausstellung »Urbans Orbit. Einblicke in den Nachlass eines Übersetzers«

Mit: Jan Bürger (Deutsches Literaturarchiv Marbach) und den Kuratoren Marie Luise Knott und Andreas Tretner
Lesung: Leo Solter

Was sich aus einem literarischen Nachlass ausstellen, ja herausstellen lässt, sind jene Materialien, welche, so unsichtbar sie auch im fertigen Kunstwerk versunken sein mögen, das Werk in seiner Gestalt oft erst ermöglicht oder mitgeschaffen haben und es kommentieren. Das gilt auf eigene Weise natürlich auch für die Nachlässe literarischer Übersetzerinnen und Übersetzer, wie unsere Peter-Urban-Ausstellung gezeigt hat. Wir lernen in Fotos und Dokumenten den Übersetzer der Werke Anton Čechovs kennen, oder – im weitverzweigten Austausch mit Celan, Pastior, Mayröcker und anderen – den kommunikativen Anwalt und Herausgeber des lange vergessenen Modernisten Velimir Chlebnikov; und schließlich begegnen wir dem Übersetzer im freundschaftlichen Briefwechsel mit dem serbischen Schriftsteller Miodrag Pavlović. Über die Einblicke dieser Ausstellung, die Aura der Dokumente, über das Beziehungsgeflecht von Nachlässen im Allgemeinen und über das übersetzerische »Bohren in glutheißen Wortschichten« (Otto Nebel) im Besonderen sprechen Marie Luise Knott und Andreas Tretner mit Jan Bürger, dem Archivleiter des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Zum Abschluss liest Leo Solter eine Erzählung von Anton Čechov, Peter Urbans »Lebensautor«. Um 18 Uhr bieten die Kuratoren eine Führung durch die Ausstellung an.

Eine Veranstaltung des Deutschen Übersetzerfonds.

08.02.18

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Andreas Tretner, Jan Bürger, Leo Solter, Marie Luise Knott

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