Verleihung des Alfred-Döblin-Preises 2007

Mit Günter Grass, Reinhard Jirgl, Katja Lange-Müller, Ingo Schulze, Klaus Staeck, Uwe Timm, Cornelia Froboess und Jürgen Tarrach
Im Anschluss: Alfred-Döblin-Nacht

»Pflegen Sie Ihren Futurismus! Ich pflege meinen Döblinismus!«, polemisierte Alfred Döblin 1913 gegen Marinetti. Döblin ist einer der vielseitigsten Erfinder von Erzählwelten in der Moderne, er war Journalist, Programmatiker, Visionär, Satiriker, streitbarer Zeitzeuge und lebenslanger Sinnsucher. Mit Werken wie »Die drei Sprünge des Wang-lun« oder »Berge Meere und Giganten« weitete er die Grenzen des Erzählens aus. »Berlin Alexanderplatz«, der die Gattung des deutschen Großstadtromans 1929 etablierte, begründete seinen Weltruhm. »Wer sich selbst genügt, sei vor Döblin gewarnt!«, schrieb Günter Grass und beklagte, dass Döblin aus der Emigration nie ganz zurückgekehrt sei. Für viele Autoren der Gegenwart ist er dennoch zum stilprägenden Vorbild geworden. Heute wird der von Günter Grass gestiftete und vom LCB gemeinsam mit der Akademie der Künste ausgerichtete Alfred-Döblin-Preis 2007 vergeben. 450 Autorinnen und Autoren haben sich in diesem Jahr beworben. Die Jury trifft ihre Entscheidung am Vortag.

Anläßlich seines 50. Todestages wird anschließend (ab 19 Uhr) Döblins vielfältiges Werk durch Lesungen, Gespräche, Filme und Kompositionen gegenwärtig – u.a. mit Günter Grass, Reinhard Jirgl, Katja Lange-Müller, Ingo Schulze, Klaus Staeck, Uwe Timm, Cornelia Froboess und Jürgen Tarrach.

13.05.07

Sonntag

Ort

Akademie der Künste · Pariser Platz 4 · Berlin-Mitte

Teilnehmer•innen

Cornelia Froboess, Günter Grass, Ingo Schulze, Reinhard Jirgl, Jürgen Tarrach, Katja Lange-Müller, Klaus Staeck, Uwe Timm

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