Übers (Über-)Leben als Autor

Gespräch, Lesungen, Eröffnung der Comic-Ausstellung »Vatermilch«

Mit Uli Oesterle, Thomas von Steinaecker
Moderation: Anne-Dore Krohn

Es gibt immer noch das Bild des »armen Poeten«, des leidenden Künstlers, der nur aufgrund seiner prekären Situation große Kunst schafft. Kunst und Geld vertragen sich in der öffentlichen Meinung nicht, deswegen redet man besser gar nicht darüber, wie man heute als Künstler eigentlich lebt. Woher kommt der Wunsch nach diesem Bild, das sich immer noch hartnäckig hält? Denn im 21. Jahrhundert sind aus Autorinnen und Autoren längst Kleinunternehmer geworden – aber wie und wann entsteht bei diesem Self-Management eigentlich noch Kunst? Und was für ein Verhältnis haben die Autorinnen und Autoren zu ihren Brotberufen? Über diese Fragen kommen der Autor Thomas von Steinaecker, dessen Roman »Die Verteidigung des Paradieses« 2016 bei S. Fischer erschien, und der Autor, Comiczeichner und Illustrator Uli Oesterle ins Gespräch. Uli Oesterles Ausstellung »Vatermilch« wird an diesem Abend eröffnet. Sie gibt erste Einblicke in den gleichnamigen grafischen Roman, der 2018 und 2019 in zwei Bänden im Carlsen Verlag erscheinen und durch den Comicbuchpreis der Berthold Leibinger Stiftung 2016 gefördert wird. »‘Vatermilch‘ erzählt von Vätern, die verschwinden und von Söhnen, die zu unzuverlässigen Vätern werden, zeigt Lebenswege, die ins Dunkle führen, und andere, die einen unerwarteten Neuanfang erlauben«, schreibt Brigitte Helbling im Namen der Jury. Mit Unterstützung der Berthold Leibinger Stiftung.

03.04.17

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Anne-Dore Krohn, Thomas von Steinaecker, Uli Oesterle

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