Teju Cole: »Vertraute Dinge, fremde Dinge«

Eröffnung der Foto-Ausstellung »A Room with a View«

Teju Cole in Lesung und Gespräch
Gesprächspartner: Thomas Böhm

Teju Cole, dessen Bücher und Fotografien weltweit für Aufsehen sorgen, hat den Juni letzten Jahres als Stipendiat im LCB verbracht. Entstanden sind in dieser Zeit sowohl Texte, die in den Essayband »Vertraute Dinge, fremde Dinge« (Hanser Berlin) eingegangen sind, als auch Fotografien. Letztere sind nun – unter dem Titel »A Room with a View« – zum ersten Mal in einer kleinen Ausstellung zu sehen, jedes Foto begleitet von einem kurzen Kommentartext. Thomas Böhm spricht mit Teju Cole über dieses Zusammenspiel von Bild und Text und, damit eng verwoben, über die neu erschienenen Essays. In ihnen betrachtet Cole Kunst, wie er die Welt betrachtet: mit dem Blick eines unsystematischen Historikers, der zunächst beobachtet, beschreibt, das Offensichtliche betrachtet, um zum weniger Offensichtlichen vorzudringen, das darunter liegt. Seine Essays handeln vom Unterwegssein, von politischer Moral, von Rassismus und von dem, was ihn geistig nährt, ob Essays von Baldwin, Gedichte von Tranströmer oder neue Meister der Fotografie auf Instagram. Und immer wieder zieht er erhellende Verbindungen, von der konkreten Gegenwart zur Dichtung, von der Geschichte zur Kunst.

05.10.16

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Teju Cole, Thomas Böhm

Teilen

360