Studio LCB mit Thomas Hettche und Leander Scholz

Lesung: Thomas Hettche und Leander Scholz
Gesprächspartner: Silvia Bovenschen und Ulf Poschardt
Moderation: Denis Scheck

Zwei Schriftsteller legen in diesem Jahr Neuerscheinungen vor, die zentrale Fragen nach dem Umgang mit historischen Stoffen in der Literatur stellen: Thomas Hettche, Jahrgang 1964, und Leander Scholz, Jahrgang 1969. Während Hettche in »Der Fall Arbogast« (DuMont Verlag) einen realen Kriminalfall aus den fünfziger Jahren spannend und detailgetreu rekonstruiert, inszeniert Leander Scholz in seinem Roman »Rosenfest« (Hanser Verlag) die RAF-Zeit und insbesondere die Liebesbeziehung zwischen Andreas Baader und Gudrun Ensslin als Road Movie. Ganz bewußt weicht er dabei immer wieder von den gesicherten Fakten ab, weil er sich mehr für die Mythen der Roten Armee Fraktion interessiert als für die längst beschriebene Wirklichkeit. In welches Verhältnis treten dabei die reale Vorlage und der literarische Text zueinander? Was macht die Zeitgeschichte als Stoffquelle so interessant? Wird hier ein Mangel an Phantasie kompensiert, die ärmliche Imagination durch geborgten Glanz aus der Wirklichkeit aufpoliert? Oder verhält es sich genau andersherum, und die Literatur korrigiert die Wirklichkeit? Darüber diskutieren im Studio LCB die Autoren Thomas Hettche und Leander Scholz, die Literaturwissenschaftlerin Silvia Bovenschen sowie der Publizist Ulf Poschardt.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: 29.9.2001, 20.05
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

25.09.01

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Denis Scheck, Leander Scholz, Silvia Bovenschen, Thomas Hettche, Ulf Poschardt

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