Studio LCB mit Thomas Glavinic

Lesung: Thomas Glavinic
Gesprächspartner: Richard Kämmerlings und Rainer Moritz
Moderation: Hubert Winkels

Mit seinem fünften Roman »Die Arbeit der Nacht« hatte der fünfunddreißigjährige österreichische Autor Thomas Glavinic im vergangenen Jahr endlich seinen Durchbruch bei Kritik und Publikum. Ein hartes Stück Arbeit der besondern Art – nicht nur, was das Schreiben, auch was das tägliche Leben des Schriftstellers angeht. Das wiederum erfahren wir aus Glavinic´ sechstem Roman »Das bin doch ich« – in einer furiosen Suada, die anknüpft an die komischsten Beispiele literarischer Übertreibungs- und Vernichtungskunst. Ein Mann schreibt einen Roman, der Mann heißt Thomas Glavinic, der Roman heißt Die Arbeit der Nacht. Der Mann will das, was alle wollen: Erfolg. Er will einen Verlag, einen Preis, Geld. Was er hat, ist ein Manuskript, eine Literaturagentin, Kopfschmerzen, Angst vor Hodenkrebs, viel zu viel Alkohol und leider zumeist unerträgliche Mitmenschen. Thomas Glavinic inszeniert ein dreistes Spiel mit der Wirklichkeit und ihrer Verdopplung; lässt keine Peinlichkeit und keinen Glücksmoment aus, und schont keinen: unbelesene Stadträte, redegewaltige Redakteure, enthemmte Juroren. Dazwischen der Held, mit Anfällen von Entsetzen: Bin das wirklich ich, der sich dort im Spiegel sieht?

In Zusammenarbeit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 30. Juni 2007, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

19.06.07

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hubert Winkels, Rainer Moritz, Richard Kämmerlings, Thomas Glavinic

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