Studio LCB mit Terézia Mora

Lesung: Terézia Mora
Gesprächspartner: Lídia Nádori und Klaus Siblewski
Moderation: Maike Albath

Da ist er wieder, Darius Kopp, ein gutmütiger Informatiker mit einer Neigung zum Chaos, Mitte vierzig, jahrelang beruflich erfolgreich und verheiratet mit Flora. Doch nun ist seine Existenz ins Rutschen gekommen: sein Job ist weg, seine Frau auch. Schon in ihrem letzten Roman »Der einzige Mann auf dem Kontinent« (2009) hatte die ungarisch-deutsche Schriftstellerin Terézia Mora von Darius Kopp erzählt und die neokapitalistische Arbeitswelt mit ihren Unwägbarkeiten unter die Lupe genommen. In ihrem neuen Buch »Ungeheuer« droht ihr Held endgültig an den Verhältnissen zu zerbrechen. Seine Frau Flora ist nämlich nicht einfach nur verschwunden, sondern hat sich das Leben genommen. Darius tritt eine Reise in Floras Heimatland Ungarn an und kommt den Ängsten seiner Frau nach und nach auf die Spur. Mora, 1971 in Sopron/ Ungarn geboren, debütierte 1999 mit dem Erzählungsband »Seltsame Materie«. In ihrem ersten Roman »Alle Tage« (2004) stand ein weltfremder Übersetzer vom kriegsversehrten Balkan im Mittelpunkt. Terézia Mora, die selbst zu den bedeutendsten Übersetzerinnen aus dem Ungarischen zählt, legt in ihren literarischen Texten sprachlich packende Inbesitznahmen der deutschen Wirklichkeit vor. Mit ihrem Lektor Klaus Siblewski und ihrer ungarischen Übersetzerin Lídia Nádori diskutiert sie über ästhetische Herausforderungen und das Leben zwischen zwei Sprachen.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 27. Juli 2013, 20:05 Uhr.

02.07.13

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Klaus Siblewski, Lídia Nádori, Maike Albath, Terézia Mora

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