Studio LCB mit Sigrid Löffler und Nadifa Mohamed

Lesung: Sigrid Löffler und Nadifa Mohamed
Gesprächspartner: Marie Luise Knott
Moderation: Hubert Winkels

Der Begriff »Weltliteratur« wird Goethe zugeschrieben. Er, der aus vielen Sprachen übersetzte, Shakespeare über die Maßen schätzte und sich mit Literaturen des Nahen und Fernen Ostens beschäftigte, ist gewissermaßen der Namenspatron des im November erschienenen Buchs »Die neue Weltliteratur und ihre großen Erzähler« (C. H. Beck) der in Berlin lebenden Kritikerin Sigrid Löffler. Unter der etwas flapsigen Formel »The Empire writes back« werden seit geraumer Zeit Autorinnen und Autoren aus ehemaligen britischen Kolonien subsumiert, die auf Englisch publizieren und von postkolonialen Verhältnissen erzählen.

Die meisten der von Sigrid Löffler beschriebenen Autoren sind oder waren Migranten und pendeln zwischen ihren Herkunftsländern und den wichtigsten Zuzugsstädten der westlichen Welt wie London, New York, Toronto oder Chicago. Andere behandelte Autoren kommen aus Krisengebieten wie dem Libanon oder aus Ex-Jugoslawien. »Die neue Weltliteratur ist eine Literatur der Nicht-Muttersprachlichkeit« ist eine der zentralen Thesen Löfflers. Neben ihr liest Nadifa Mohamed, geb. 1981 in Somalia, die als Kind mit ihrer Familie nach London kam und deren Roman »Der Garten der verlorenen Seelen« in der Übersetzung von Susanne Urban jetzt bei C. H. Beck erscheint. Ein Roman, der vom Schicksal dreier somalischer Frauen erzählt, deren Lebenswege durch den Bürgerkrieg dramatisch verknüpft werden. Gesprächspartner an diesem Abend ist die Publizistin Marie Luise Knott.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 22. Februar 2014, 20:05 Uhr.

13.02.14

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hubert Winkels, Marie Luise Knott, Nadifa Mohamed, Sigrid Löffler

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