Studio LCB mit Martin Walser

Lesung: Martin Walser
Gesprächspartner: Julia Schröder und Jörg Magenau
Moderation: Denis Scheck

»Für alle, die mir geholfen haben«: So lautet die Widmung des neuen Romans von Martin Walser. Es ist ein Roman in fünf Büchern, deren Titel »Dem Leben zuliebe«, »Dieses Leben«, »Mein Jenseits«, »Fortleben« und »Letzte Nachricht« lauten. Sein Verfasser, inzwischen 83 Jahre alt, ist ein Klassiker der deutschen Gegenwartsliteratur. In »Muttersohn«, einem Roman, der über weite Strecken in einer psychiatrischen Landesklinik spielt, erfahren wir Walsers Größe als Romancier: Kein anderer deutscher Schriftsteller beherrscht die Kunst der Empathie so perfekt, vermag so glaubhaft in die Haut anderer Menschen zu schlüpfen und so plausibel davon zu erzählen, was in ihrem Inneren vorgeht. »Muttersohn« handelt von der Definitionshoheit über krank und gesund, von Söhnen, zu deren Zeugung kein Mann erforderlich ist, um Heilung und Verletzung durch Sprache und um die Möglichkeit eines unverstellten Sprechens, um die der Literatur von Arno Schmidt innewohnende Brutalität, aber auch um einen Konkurrenzkampf unter Männern. Im »Studio LCB« liest Martin Walser aus seinem neuen Roman »Muttersohn« und diskutiert mit der Literaturkritikerin Julia Schröder von der Stuttgarter Zeitung und Jörg Magenau, Literaturkritiker und Walser-Biograf.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 30. Juli 2011 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: www.dradio.de/dlf/frequenzen/

26.07.11

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Denis Scheck, Jörg Magenau, Julia Schröder, Martin Walser

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