Studio LCB mit Martin R. Dean

Lesung: Martin R. Dean
Gesprächspartner: Sandra Leis und Thomas Böhm
Moderation: Hubert Winkels

Der 1955 im Aargau geborene, heute in Basel lebende Autor Martin R. Dean kennt die Extreme. So hat er in der eindrucksvollen Gestalt seines »Monsieur Fume« einen poetischen Räsonnierer geschaffen, der in wolkengleichen Bildern und Tagträumen die Melancholie auskostet, die die Überforderung durch die beschleunigte Moderne verursacht. Umgekehrt hat er mit seinen Bonnie & Clyde-Gestalten Billie und Joe, in jener »Ballade«, die er ihnen gewidmet hat, in Figuren, Plot und Dramaturgie alle Register von Gefühl und Action gezogen, die wir aus dem großen Kino kennen. Martin R. Dean hat – weit weg von sich – den Erfinder-Star Thomas Alvar Edison in heiklen Zusammenhängen porträtiert und entwirft jetzt – in großer Nähe zu sich selbst – die Skizze »seiner Väter«. Das besitzan-zeigende Fürwort im Zusammenhang mit dem eigenen Vater ist in jeder Hinsicht problematisch – genetisch ebenso wie fiktionstechnisch. In einer Lesung aus seinem neuen, im Hanser Verlag erschienenen Roman »Meine Väter« und in einem Gespräch mit Sandra Leis (Bern) und Thomas Böhm (Köln) sollen Poetik und Weltbezug eines der wichtigsten Schweizer Autoren der mittleren Generation erhellt werden.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: 29. März 2003, 20.05
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

05.03.03

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hubert Winkels, Martin R. Dean, Sandra Leis, Thomas Böhm

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