Studio LCB mit Julia Franck

Lesung: Julia Franck
Gesprächspartner: Kolja Mensing und Edo Reents
Moderation: Maike Albath

Stettin, im Frühjahr 1945: der Krieg ist endlich vorbei. Eigentlich könnte Helene aufatmen. Sie hat sich und ihren siebenjährigen Sohn durch die schweren Jahre gerettet. Und jetzt erwischen sie auch noch einen Zug in Richtung Westen. Ausgerechnet in diesem Moment lässt Helene, die tatkräftige Heldin in Julia Francks neuem Roman »Die Mittagsfrau«, bei einem Zwischenstopp ihren Sohn allein auf dem Bahnsteig zurück und verschwindet, ohne je wieder aufzutauchen. Die Schriftstellerin Julia Franck, 1970 in Berlin geboren, mit acht Jahren aus der DDR ausgereist, beschäftigt sich in ihrem fünften Buch mit einer rätselhaften Frauenexistenz und der deutschen Vergangenheit. Nach dem Studium der Altamerikanistik, Germanistik und Philosophie hatte Franck 1997 mit dem Roman »Der neue Koch« debütiert, im Jahr darauf den Roman »Liebediener« über eine Liebe im Berlin der Wendezeit vorgelegt und 2000 den Erzählungsband »Bauchlandung« veröffentlicht. In ihrem letzten Buch »Lagerfeuer« stand die Ausreise aus der DDR im Mittelpunkt. Jetzt geht Julia Franck in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts zurück und fängt die private Seite der Zeitläufte ein. Sie liest zum ersten Mal aus ihrem neuen Roman, der im Herbst im S. Fischer Verlag erscheinen wird, und diskutiert mit ihren Generationsgenossen Edo Reents und Kolja Mensing über das Genre des Familienromans, den Umgang mit der Vergangenheit und neue Formen des Erzählens.

In Zusammenarbeit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 28. Juli 2007, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

12.07.07

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Edo Reents, Julia Franck, Kolja Mensing, Maike Albath

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