Studio LCB mit Hermann Peter Piwitt

Lesung: Hermann Peter Piwitt
Gesprächspartner: Matthias Altenburg und Michael Braun
Moderation: Maike Albath

»Viel gelernt bei Adorno und Höllerer« beschreibt der 1935 bei Hamburg geborene Hermann Peter Piwitt seine Studienzeit in Frankfurt am Main und West-Berlin. Erste Texte erschienen in den Zeitschriften »konkret«, »Akzente« und »Sprache im technischen Zeitalter«. Sein Debüt »Herdenreiche Landschaften« von 1965, für das Günter Grass den Schutzumschlag zeichnete, war ein literarisches Ereignis. Lineare Handlungen weisen die zehn Geschichten nicht auf, stattdessen fließt die Frage nach der Form in den erzählerischen Prozess mit ein. Die Landschaft soll als Gedächtnisraum erobert werden. Sein Roman »Rothschilds« (1972), nach dem Prinzip der Collage gearbeitet, war eine Abrechnung mit der Restauration der Nachkriegszeit. Eine atmosphärisch dichte Beschreibung der Bundesrepublik in den siebziger Jahren gelang Piwitt in »Die Gärten im März« (1979). Mit ironischem Sprachwitz lässt er seine Helden in Aktion treten, die gegen den Zeitgeist ankämpfen. Seinen scharfen Blick für die politischen Verhältnisse stellte Hermann Peter Piwitt immer wieder in streitlustigen Essays unter Beweis. In seiner neuen Novelle »Erbarmen« (Wallstein Verlag) schlägt Piwitt wieder einen anderen Ton an und lässt eine Frau von Sehnsüchten und Selbsttäuschungen erzählen. Mit dem Literaturkritiker Michael Braun und dem Schriftsteller Matthias Altenburg diskutiert Hermann Peter Piwitt über sein Werk und den Bedeutungsverlust der Literatur.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 26. Mai 2012, 20:05 Uhr.

10.05.12

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hermann Peter Piwitt, Maike Albath, Matthias Altenburg, Michael Braun

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