Studio LCB mit Fritz J. Raddatz

Lesung: Fritz J. Raddatz
Gesprächspartner: Joachim Kersten und Ijoma Mangold
Moderation: Denis Scheck

Für die einen ist er ein Maßstab für einen deutschen Intellektuellen im 20. Jahrhundert, eine Legende als Themensucher und -setzer, für die anderen ein Parvenü und ein Eitelkeitsmonster: Fritz J. Raddatz. Der Romancier, Kritiker und Essayist, der Lektor, Verleger und wegen der Goethebahnhof-Lappalie aus dem Amt gejagter Feuilletonchef der »Zeit« legt mit über 80 ein neues Buch vor: auf Franz Bleis Spuren wandelnd, hat Raddatz ein »Bestiarium der deutschen Literatur« geschrieben. Das lässt viel erwarten, hat Raddatz doch schon in seinen Tagebüchern höchst pointiert und unterhaltsam abgerechnet: mit den Kretins von Künstlern und Kritikerkollegen, Politikern und anderen Langweilern und Einfaltspinseln. Die Kunst? Eine Spielwiese von Narzissten und Nassauern. Das Feuilleton? Ein riesiger Intrigantenstadl. Der Literaturbetrieb? Ein Jahrmarkt der Eitelkeiten, ein Wettbewerb im Hauen, Stechen, Wer-pißt-am-höchsten. In seinem »Bestiarium« schildert Raddatz nun die Jelinek als verirrte Möwe, Siegfried Lenz als Trockenqualle, Grass als Aal und Ulla Hahn als Schleichkatze. Im »Studio LCB« wird Fritz J. Raddatz aus seinem »Bestiarium« lesen sowie mit dem Rechtsanwalt und Schriftsteller Joachim Kersten sowie dem Literaturkritiker Ijoma Mangold über Rufmord und Literatur diskutieren.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 25. August 2012, 20:05 Uhr.

23.08.12

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Denis Scheck, Fritz J. Raddatz, Ijoma Mangold, Joachim Kersten

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