Studio LCB mit Christoph Ransmayr

Lesung: Christoph Ransmayr
Gesprächspartner: Sigrid Löffler und Reinhold Messner
Moderation: Maike Albath

Der österreichische Schriftsteller Christoph Ransmayr ist ein Einzelgänger. Vom Kulturbetrieb hat er sich nie vereinnahmen lassen, statt Lesungen zu absolvieren, unternimmt er lieber weite Reisen, und auch in seinen Erzählformen und Sujets bewegt er sich auf ganz eigenen Wegen. 1954 in Wels/ Oberösterreich geboren, studierte Ransmayr Philosophie in Wien und arbeitete als Kulturredakteur der Monatszeitschrift Extrablatt, bis er 1982 sein in rhythmischer Prosa verfasstes Debüt »Strahlender Untergang – Ein Entwässerungsprojekt oder die Entdeckung des Wesentlichen« vorlegte. Mit »Die Schrecken des Eises und der Finsternis« (1984) über eine österreichisch-ungarische Nordpolexpedition im späten 19. Jahrhundert drang er an die Ränder der Zivilisation vor. Um die Verbannung des römischen Dichters Ovid ans Schwarze Meer drehte sich sein 1988 erschienener Roman »Die letzte Welt«, der ein großer internationaler Erfolg war und in dreißig Sprachen übersetzt wurde. Nach Theaterstücken, Essays und weiteren Romanen, wie »Der fliegende Berg« (2006), als dessen Folie das Schicksal der Bergsteigerbrüder Messner diente, kartographiert Christoph Ransmayr in seinem neuen Buch Kontinente und Seelenlandschaften. Der »Atlas eines ängstlichen Mannes« (S. Fischer Verlag) führt in siebzig Episoden rund um den Erdball und in die Tiefe der Geschichte hinein. Mit seinem Freund Reinhold Messner und der Literaturkritikerin Sigrid Löffler diskutiert Christoph Ransmayr über literarische Vermessungstechniken und liest aus seinem neuen Werk.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 29. Dezember 2012, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: www.dradio.de/dlf/frequenzen/

20.11.12

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Christoph Ransmayr, Maike Albath, Reinhold Messner, Sigrid Löffler

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