Raymond Carver: »Ein neuer Pfad zum Wasserfall«

Über Raymond Carver und seinen Übersetzer Helmut Frielinghaus

Lesung und Gespräch mit Hans-Jürgen Balmes, Judith Hermann und Susanne Höbel

Genauso wie die diesjährige Nobelpreisträgerin Alice Munro ist Raymond Carver eine der Ikonen der amerikanischen Literatur der letzten Jahrzehnte. Beide gelten als Meister der Short Story und als »writer`s writer«, haben also großen Einfluss ausgeübt auf das Schreiben anderer Schriftsteller. Der Kurzgeschichtenverfasser Raymond Carver, bekannt für seine hoffnungslosen Helden aus den Weiten des amerikanischen Westens und für seine lakonischen Geschichten, ist hierzulande weithin rezipiert. Ein wenig anders verhält es sich mit seiner Lyrik. Als ihm sein Arzt mitteilte, er hätte nur noch wenige Monate zu leben, wusste Carver, daß ihm nur noch Zeit für Gedichte bleiben würde. Der Leser ist gebannt von der Aufmerksamkeit und Gelassenheit, mit der Carver den Lauf der Welt betrachtet. Das Schicksal wollte es, dass für seinen deutschen Übersetzer Helmut Frielinghaus die Arbeit an der Übertragung des Gedichtbands »Ein neuer Pfad zum Wasserfall« (S. Fischer Verlag, 2013) auch seine letzte sein sollte. Seine Präsenz als kluger Mentor in den Übersetzerseminaren und Jurys des LCB hat viele Spuren hinterlassen. Mit diesem Abend wollen wir an Raymond Carver und Helmut Frielinghaus erinnern: Judith Hermann wird aus dem Gedichtband lesen; Hans-Jürgen Balmes, Lektor für internationale Literatur im S. Fischer Verlag, spricht mit der Übersetzerin Susanne Höbel über Helmut Frielinghaus und seinen Autor Raymond Carver.

21.11.13

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hans-Jürgen Balmes, Judith Hermann, Susanne Höbel

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