Kreatives Vergessen (I)

Deutsch-Ungarisches Autorentreffen

Zsófia Balla, Lajos Parti Nagy und László Garaczi werden vorgestellt von Robert Schindel, Terézia Mora und Marcel Beyer

Welche spezifischen Möglichkeiten die Literatur bietet, gesellschaftliche Transformationsprozesse zu beschreiben und zu begleiten, haben wir zwölf ungarische und deutschsprachige Autoren gefragt. Sowohl Ungarn als auch Deutschland durchliefen im 20. Jahrhundert verschiedene politische Systeme, darunter auch immer wieder totalitäre. Der Übergang von einer unfreien zu einer freieren Gesellschaftsordnung ist oftmals scheinbar nur um den Preis des Verdrängens und Vergessens möglich. Im Laufe der Jahre bildeten sich aber auch unterschiedliche Kulturen der Erinnerung heraus; in der alten Bundesrepublik ebenso wie in der DDR und nach der sogenannten Wende 1989. In Ungarn jährte sich erst kürzlich der 56er-Aufstand, und es schien, als würden alte Wunden aufgerissen. In essayistischen und literarischen Texten umkreisen Zsófia Balla, László Garaczi, Endre Kukorelly, László Márton, Gábor Németh, Lajos Parti Nagy und aus dem deutschsprachigen Raum Julia Franck, Marcel Beyer, Terézia Mora, Robert Schindel, Thomas Lehr und Katja Lange-Müller dieses Thema während eines mehrtägigen Schriftstellertreffens. Die Beiträge der ungarischen Autoren werden an zwei Abenden in Auszügen von ihren deutschen Kollegen vorgelesen und mit den ungarischen Gästen diskutiert. Das deutsch-ungarische Schriftstellertreffen ist eine Gemeinschaftsveranstaltung des ungarischen Schriftstellerverbandes Szepirok Tarsasaga und des LCB. Dieses Projekt findet im Rahmen von Bipolar deutsch-ungarische Kulturprojekte statt.

Bipolar ist ein Initiativprojekt der Kulturstiftung des Bundes.
Weitere Infos dazu unter www.projekt-bipolar.net

28.03.07

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Lajos Parti Nagy, László Garaczi, Marcel Beyer, Robert Schindel, Terézia Mora, Zsófia Balla

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