Kraftfeld Moderne

Ein Abend über William Faulkner und Bruno Schulz

Lesung der Übersetzer Doreen Daume, Helmut Frielinghaus und Susanne Höbel
Moderation: John E. Woods

Weltliteratur, neu übersetzt: dieser Trend hat längst die Autoren der uns immer ferner entrückenden klassischen Moderne erfaßt. Céline, Proust, Camus, Salinger, Fitzgerald etwa sind unlängst in neuem, oft ganz ungewohntem sprachlichen Gewand erschienen und haben neue Rezeptionsprozesse ausgelöst. In diesem Frühjahr rücken William Faulkner und Bruno Schulz in den Fokus der Öffentlichkeit. Helmut Frielinghaus und Susanne Höbel haben in ihrer Übersetzung von »Licht im August« dem klassischen Südstaatenroman eine heutige deutsche Sprache gegeben. Das Original erschien 1932, die erste von Franz Fein besorgte deutsche Fassung 1935; seine volle Wirkung entfaltete Faulkners Unerbittlichkeitsprosa jedoch erst nach 1945. »Die Zimtläden«, das Hauptwerk des 1942 von den Nazis ermordeten galizischen Schriftstellers Bruno Schulz, steht als ähnlich erratischer Block in der Geschichte der polnischen Moderne. Doreen Daume hat Schulz‘ magische Welt mit ihrem »mythischen Wetterleuchten«, ihren Metaphern und Sprachexplosionen neu aus dem Polnischen übersetzt – das Buch wird als sensationelle Neuentdeckung gefeiert. Die Übersetzer lesen aus den Texten und sprechen mit John E. Woods, dem amerikanischen Übersetzer Thomas Manns, Arno Schmidts und Ingo Schulzes, über die Kraftfelder der Moderne.

02.06.08

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Doreen Daume, Helmut Frielinghaus, John E. Woods, Susanne Höbel

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