Kaukasische Debüts

Alisa Ganijewa, Olga Grjasnowa und Tamta Melaschwili in Lesung und Gespräch
Moderation: Olaf Kühl

Ein Abend mit drei Autorinnen, die in die Sowjetunion der achtziger Jahre hineingeboren wurden und als Kinder den Zerfall des Imperiums im Kaukasus erlebten – und nun mit aufsehenerregenden Debüts von sich reden machen. Die Russin Alisa Ganijewa wuchs in Dagestan auf und zeigt in ihrem Debütroman »Salam, Dalgat!« (in: C. Körner (Hg): Das schönste Proletariat der Welt, edition suhrkamp) die aufbrechenden Konflikte zwischen islamischer, russischer und westlicher Orientierung. Tamta Melaschwili kommt aus der georgischen Provinz, studierte in Tbilisi, lebte in Ungarn und Deutschland, wo sie mit dem Schreiben begann. Ihr Debütroman »Abzählen« (Unionsverlag, aus dem Georgischen von Natia Mikeladse) erzählt von einer gottverlassenen Konfliktzone. Olga Grjasnowa schließlich verbrachte ihre Kindheit in Aserbaidschan. Sie ist Absolventin des Deutschen Literaturinstituts Leipzig, lebt und studiert in Berlin. Ihr Debütroman »Der Russe ist einer, der Birken liebt« (Hanser) erzählt von einer Heldin, in der unterschiedliche Kulturen und Traditionen spannungsreich aufeinandertreffen. (Eine allein diesem Roman gewidmete Buchpremiere findet am 9. Februar um 20 Uhr in der Buchhandlung Moby Dick, Stargarder Straße 67, statt).

30.01.12

Montag

Ort

HBC · Karl-Liebknecht-Straße 9 · 10117 Berlin-Mitte

Teilnehmer•innen

Alisa Ganijewa, Olaf Kühl, Olga Grjasnowa, Tamta Melaschwili

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