Gusel Jachina: »Suleika öffnet die Augen«

Gusel Jachina in Lesung und Gespräch
Moderation: Christina Links
Lesung der Übersetzung: Frank Arnold

Die Schrecken der Stalinzeit dürften Stoffe für ganze Romanbibliotheken hergeben. Die Lagerbücher von Warlam Schalamow, das Tagebuch des polnischen Autors Gustaw Herling-Grudziński oder die Romane Alexander Solschenyzins haben noch zu sowjetischen Zeiten den Erniedrigten und Verbannten literarische Denkmäler gesetzt. Aber auch in der russischen Gegenwartsliteratur wird vom Unfassbaren erzählt, bringen literarische Suchbewegungen eine neue Tiefenschärfe in das Bild der Sowjetunion. In ihrem Debütroman »Suleika öffnet die Augen« (aus dem Russischen von Helmut Ettinger, Aufbau Verlag) erzählt Gusel Jachina, derzeit Gastautorin im LCB, die Geschichte einer jungen tatarischen Bäuerin, die in den 30er Jahren wie Millionen andere Kulaken nach Sibirien deportiert wird. Ein leidvoller Weg, aus dem sich für die Protagonistin aber auch die Geschichte einer Emanzipation entfaltet.

04.07.17

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Christina Links, Frank Arnold, Gusel Jachina

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