Geschichte und Roman (II)

Lesung: Eleonora Hummel
Moderation: Jörg Magenau

Die literarische Verarbeitung des Schicksals deutscher Ausgewanderter rührt an eine Tabuzone der Nachkriegszeit, die durch die kraftvollen Stimmen von rumäniendeutschen Autoren wie Herta Müller, Richard Wagner und Werner Söllner längst beseitigt worden ist. Mit der 1970 in Zelinograd (heute Astana) in Kasachstan geborenen Eleonora Hummel sorgt nun eine Autorin deutscher Sprache aus der ehemaligen Sowjetunion für Aufmerksamkeit. Ihr Debütroman »Die Fische von Berlin« (2005) ist eine Suche nach den Wurzeln einer russlanddeutschen Familie und erzählt aus der Kinderperspektive von Gewalterfahrungen, Diskriminierungen und Ausgrenzungen, an deren Ende, zu Beginn der achtziger Jahre, die Aussiedlung in die DDR steht. Der Roman »Die Venus im Fenster« (Steidl Verlag, 2009) nimmt den Stoff wieder auf und erzählt davon, wie aus deutschen Russen russiche Deutsche werden. Jörg Magenau, Redakteur der Zeitschrift »Literaturen«, moderiert die Lesung.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kulturforum östliches Europa.

25.08.09

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Eleonora Hummel, Jörg Magenau

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