Eure Armut kotzt uns an. Wohlstandschauvinismus in Deutschland

GEGEN//ÜBER – Debatten zur Gegenwart

VOR ORT UND IM LIVESTREAM

mit Sarah Speck und Thomas Ebermann

Wohlstandschauvinistsche Ressentiments sind ein maßgeblicher Motor der politischen Debatten der vergangenen Jahre. Die Ablehnung sozial Abgehängter und Prekarisierter aufgrund ihrer Armut ist ein Anknüpfungspunkt der Neuen Rechten zum Distinktionsbedürfnis der Mittelschicht. Ob es gegen „Leistungsunwillige“, „Wirtschaftsflüchtlinge“ oder „Fremdarbeiter“ geht – der mal offene, mal unausgesprochene Appell an die Besitzstandswahrung verfängt parteien- und milieuübergreifend und festigt die zunehmende Vermögensungleichheit. Die feministische Analyse wiederum hat den Überlegenheitsgestus des Chauvis in seinen unterschiedlichen Facetten herausgearbeitet.
Wir diskutieren, wie sich das Verhältnis von realen und suggerierten wirtschaftlichen Ängsten einerseits und das Erstarken antisemitischer, fremdenfeindlicher und misogyner Ideologie andererseits heute fassen lässt.

08.01.21

Freitag, 19:30 Uhr

Ort

Wabe · Danziger Str. 101 · 10405 Berlin

Eintritt

3 € (Eintritt frei für Schüler·innen und Studierende)

Reihe »GEGEN//ÜBER - Debatten zur Gegenwart«

Alle Infos auf einen Blick

Teilnehmer•innen

Thomas Ebermann, Sarah Speck

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In Zusammenarbeit mit ausland berlin und dem Medienpartner Jungle World.

Mit freundlicher Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa.

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