Europäische Erzähler: Andrej Bitow

Lesung: Andrej Bitow
Moderation: Rosemarie Tietze

Leningrad, November 1961. Am Morgen nach den Revolutionsfeierlichkeiten liegt der Philologe Ljowa Odojewzew tot am Boden seines verwüsteten Arbeitszimmers, eine Duellpistole Puschkins in der Hand. Mit dieser Szene beginnt Andrej Bitows Hauptwerk »Das Puschkinhaus«, das in den sechziger Jahren geschrieben wurde, erst 1989 in der Sowjetunion erscheinen konnte und längst zu den Klassikern der modernen russischen Literatur zählt. Im Stil der großen russischen Literatur des 19. Jahrhunderts verabschiedet Bitows »Romanmuseum« ebendiese Literatur. Der Suhrkamp Verlag legt den Roman nun in Rosemarie Tietzes Neuübersetzung vor. Andrej Bitow, der vor wenigen Monaten 70 Jahre alt wurde, erlebte als Kind die Leningrader Blockade, ließ sich zum Geologen ausbilden und begann seine Schriftstellerkarriere in den sechziger Jahren. Neben seinem Romanwerk (u.a. »Mensch in Landschaft«, dt. 1994) sind vor allem seine Reisebücher über Armenien (»Armenische Lektionen«, dt. 2002) und Georgien (»Georgisches Album«, dt. 2003) berühmt geworden.

23.10.07

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Andrej Bitow, Rosemarie Tietze

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