Die Schweiz von innen und außen

Lesung: Dieter Bachmann und Paul Nizon
Moderation: Thomas Geiger

Die Schweiz liegt mitten in Europa und gehört doch nicht dazu. Andererseits leben die Schweizer seit Jahrhunderten etwas vor, was in der Europäischen Union erst erreicht sein will: sie leben in Frieden und nicht nur relativem Wohlstand, dabei sprechen sie vier Sprachen und gelten weltweit als unabhängig und solide. Der Frage, in wie weit das Kriterien sind, die auch für die Literatur produktiv sind, soll an diesem Abend nachgegangen werden. Zwei Schweizer Autoren, die seit Jahren im Ausland leben und in diesem Jahr neue Bücher vorgelegt haben, lesen aus ihren Büchern und sprechen über die Schweiz von innen und außen. Paul Nizon, Jahrgang 1929 und seit vielen Jahren in Paris ansässig, legt unter dem Titel »Die Zettel des Kuriers« ein Journal vor, das die Jahre 1990 bis 1999 umfasst. Mit seinen Journalen hat Nizon eine eigene Form der Zeitmitschrift geschaffen, die einen sehr persönlichen Einblick in seine Biographie und seine Zeit erlauben. Dieter Bachmann, Schriftsteller und lange Jahre Chefredakteur der Kulturzeitschrift »Du«, lebt seit Jahren auf einem Hügel Umbriens mit Blick auf Assisi. Nach seinem Schweizer Nachkriegsroman »Grimsels Zeit« legt Bachmann (geb. 1940) nun ein unterhaltsames Haß-Liebe-Buch zu Italien vor. »Die Vorzüge der Halbinsel« schildert die Abenteuer, denen ein Schweizer ausgesetzt ist, der sich in der italienischen Provinz niederlassen will.

Mit freundlicher Unterstützung der Stiftung Pro Helvetia.

04.09.08

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Dieter Bachmann, Paul Nizon, Thomas Geiger

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