Das zweite Buch: Andreas Maier

ʺKlausenʺ

Moderation: Hans Joachim Neubauer

Was passiert einem Autor im Jahr 2000, dessen Debütroman im weitesten Sinne von Heimat handelt, nichts mit den egomanischen Selbstbeschreibungen populärer Jungliteraten zu tun hat, fast durchgehend im Konjunktiv I steht und zudem auf 315 Seiten nur zwei Absätze hat? Er wird nicht nur von der Kritik gefeiert und gleich mit drei Preisen bedacht, sein Buch verkauft sich auch noch blendend. Die Rede ist von Andreas Maier, Jahrgang 1967, und seinem Roman »Wäldchestag« (Suhrkamp), einem Buch, »dessen Be-schreibungskunst zum Witzigsten gehört, was die deutsche Literatur seit langem hervorgebracht hat.« (Hubert Spiegel in der FAZ) Die Latte für das zweite Werk des mittlerweile in Südtirol lebenden Schriftstellers aus der Wetterau hängt demnach sehr hoch. Es heißt »Klausen«, spielt erneut in der gar nicht so weltabgewandten Provinz und erzählt in bewährt unterhaltsam-anspruchsvoller Manier, wie eine Verwirrung die nächste stiftet, bis alle Gewißheiten immer wahnhaftere Züge annehmen und Menschen aus unterschiedlichsten Beweggründen zur (Un-)Tat drängen. Vorgestellt und befragt wird Andreas Maier von dem in Berlin lebenden Autor und Literaturkritiker Hans-Joachim Neubauer.

23.05.02

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Andreas Maier, Hans Joachim Neubauer

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