Das Werk: Hans-Joachim Schädlich

Lesung: Hans-Joachim Schädlich
Moderation: Thomas Geiger

In einer Zeit, in der neue Bücher schon an ihrem Erscheinungstag besprochen werden, in der die Buchhändler Novitäten schon nach wenigen Wochen an die Auslieferungen zurückschicken, in einer Zeit schließlich in der die Verlage einen Debütanten nach dem anderen ins Rennen schicken und bei Mißerfolg ebenso schnell wieder ausmustern, scheint es uns angemessen, auf das Werk von Autoren einzugehen, die mit dem Lebensentwurf als »freie Schriftsteller« eine existentielle Entscheidung getroffen haben. Für unsere Reihe »Das Werk« haben wir ausgewählte Autorinnen und Autoren gebeten, ihr Gesamtwerk noch einmal durchzusehen und daraus zu lesen. Den Anfang macht Hans-Joachim Schädlich, dessen Texte einst nur in der Bundesrepublik erscheinen konnten. Schädlichs Werk (u. a. »Versuchte Nähe«, »Tallhover«, »Schott« und, soeben erschienen, »Anders«) ist durchzogen von der Auseinandersetzung mit den Totalitarismen des 20. Jahrhunderts, personifiziert etwa in dem ewigen deutschen Geheimpolizisten »Tallhover«. Formal und sprachlich gibt es in der gegenwärtigen deutschsprachigen Literatur kaum einen solch präzisen Autor wie Hans-Joachim Schädlich.

05.11.03

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hans Joachim Schädlich, Thomas Geiger

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