Das geheime Tagebuch des Herzogs von Croÿ

Nie war es herrlicher zu leben

Vorgestellt von Hans Pleschinski
Moderation: Jens Bisky

Emanuel Duc de Croÿ, Fürst des Heiligen Römischen Reiches, Prince de Solre-le Château und Fürst zu Moers, Graf von Büren etc., Baron de Condé, de Maldeghem, de Beaufort etc., Marschall von Frankreich, Erbgroßjägermeister von Hennegau, Grande von Spanien Erster Klasse, Ritter des Ordens vom Heiligen Geist, Gouverneur von Condé, Kommandant Seiner Majestät in der Picardie, im Calaisis und im Boulonnais lautete die Titulatur des Mannes, der, als er am 30. März 1784 verstarb, ein großartiges Tagebuch hinterließ. Als Angehöriger des höchsten europäischen Adels beschreibt er den Alltag im französischen Ancien Régime auf seine ganz persönliche Weise, hellsichtig, scharf und mit klarem Urteil über Personen und Geschehnisse. Der Monarch und seine Mätressen kommen zu Wort, aber auch Jean-Jacques Rousseau, Benjamin Franklin und andere große Geister des 18. Jahrhunderts, das in den Aufzeichnungen des Herzogs für die Leser lebendig wird. Der in München lebende Schriftsteller Hans Pleschinski hat die Texte in verschiedenen Archiven gesichtet, eine Auswahl getroffen und übersetzt. Über das Buch, das so entstand und im Verlag C.H. Beck veröffentlicht wurde, spricht mit ihm Jens Bisky, Redakteur der Süddeutschen Zeitung und Kenner des 18. Jahrhunderts.

08.12.11

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hans Pleschinski, Jens Bisky

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