»Boxenstopp«, »Gibraltar«

Lesung und Gespräch mit Christiane Neudecker und Sascha Reh
Moderation: Thorsten Dönges

Da, wo sich wirtschaftliche Macht zusammenballt, gelten ganz eigene Gesetze. Am heutigen Abend stellen wir zwei Bücher dieses Frühjahrs vor, die sich in die Welt des großen Geldes vorwagen. In Christiane Neudeckers Roman »Boxenstopp« (Luchterhand) übernimmt eine erfolgreiche Fernsehmoderatorin für einen Monat die Präsentation eines luxuriösen Sportwagens, und zwar auf der ehemaligen Formel 1-Rennstrecke im portugiesischen Estoril, wo Vertragshändler aus der ganzen Welt zusammenkommen. Sie gerät bei diesem Marketing-Event mitten hinein in den Mikrokosmos des Big Business – dorthin, wo die Sphären von Geld, echten Gefühlen und glitzernden Oberflächen verwischen. Auch in Sascha Rehs Roman »Gibraltar« (Schöffling) führt die Reise auf die iberische Halbinsel. Bernhard Milbrandt, Angestellter der als grundsolide geltenden Berliner Privatbank Alberts & Co, hat Millionen verzockt und sich schließlich aus dem Staub gemacht. Ist er ein Schwerverbrecher? Oder doch nur ein Versager? Die Geschichte der Bank und die Verflechtungen von Wirtschaft und Privatem erzählt Sascha Reh in sechs großen Kapiteln aus den Perspektiven von sechs Figuren, mit Witz und ohne den Blick in Abgründe zu scheuen.

16.04.13

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Christiane Neudecker, Sascha Reh, Thorsten Dönges

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