Studio LCB mit Günter Herburger

Lesung: Günter Herburger
Gesprächspartner: Michael Buselmeier und Svenja Flaßpöhler
Moderation: Tobias Lehmkuhl

Als Student Anfang der fünfziger Jahre war es das Sanskrit des fernen Indien, das ihn anzog. Als Ausdauerläufer durchquerte er später die Sahara, und in seinem jüngsten Roman lässt Günter Herburger eine Frau aus Bolivien in der vielleicht exotischsten und fremdesten aller Landschaften landen: mitten im Allgäu. Erzählerisch zumindest kehrt Herburger damit an den Ort seiner Herkunft zurück, auch wenn er selbst seit langem wieder in Berlin lebt. Dort hatte er schon einmal in den sechziger Jahren gewohnt, in Rufweite von Günter Grass und Uwe Johnson. 1964 nahm er an einem Treffen der Gruppe 47 teil, wobei schnell klar wurde, dass Herburger unter den ohnehin sehr eigensinnigen Schriftstellern zu den eigensinnigsten zählt, und auch erzählerisch immer schon sehr eigene Wege geht – als Dichter, Kinderbuchautor und eben auch als Verfasser schwer zu fassender, utopischer, skurriler, surrealer und zugleich ganz gegenwärtiger Romane. In »Wildnis, singend« (Hanani Verlag) nun fallen Fische vom Himmel und fliegen Schweine in die Luft, und was dazwischen mit den Menschen geschieht, ist so wundersam wie schrecklich und schön. Gesprächspartner von Günter Herburger sind die Philosophin Svenja Flaßpöhler und sein Heidelberger Dichterkollege Michael Buselmeier.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 25. Juni 2016, 20:05 Uhr.

09.06.16

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Günter Herburger, Michael Buselmeier, Svenja Flaßpöhler, Tobias Lehmkuhl

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