Amir Gudarzi

Wien, Österreich

Zu Gast im LCB:
Oktober 2020

Amir Gudarzi graduierte an der einzigen Theaterschule im Iran und absolvierte danach ein Studium in Szenischem Schreiben in Teheran. Seit 2009 lebt Gudarzi unfreiwillig im Exil in Wien, wo er ein Studium in Theater-, Film- und Medienwissenschaften abschloss. 2017 gewann er den exil-DramatikerInnenpreis. Gudarzis Stück »Die Burg der Assassinen« wurde 2019 zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen, 2020 wird sein Stück »Geleemann« in Wien im Werk X am Petersplatz zu sehen sein. Mit freundlicher Unterstützung des Bundeskanzleramts Österreich.

Amir Gudarzi
Amir Gudarzi © Nima Nazarinia

»Ist das Sehen die Widerspiegelung des Fühlens?«

Beitrag auf LCB diplomatique, 12.10.20
» […] Vielleicht sitzen einige der Teppichknüpferinnen gerade auf Moria, weil sie vor dem iranischen Regime und dem Elend im Iran fliehen mussten. Einlass nach Europa erhält ihre Kunst, aber nicht sie selbst? Ja zur Ausbeutung des Landes, aber Einlass der dazugehörigen Menschen nach Europa gibt es nicht? Meine Ahnen, egal ob friedlich oder gewaltvoll gestorben, auf der Erde, die sie gehen und sterben gesehen haben, werden ohne ihr Einverständnis aus dem Grab gerissen und in den Museen Europas ausgestellt. Ihre Kunst, ihre Bücher, ihre Kleider, ihre Teppiche, ihre Ornamente und Gedanken. […]«

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