Studio LCB mit Juri Andruchowytsch

Lesung: Juri Andruchowytsch
Gesprächspartner: Christoph Bartmann und Katharina Raabe
Moderation: Maike Albath

Über Staat und Kultur der Ukraine wußten die meisten von uns bis zum vergangenen Herbst sehr wenig. Spätestens seit der »Orangenen Revolution« aber ist auch bei uns die Neugier erwacht. Juri Andruchowytsch, 1960 auf hoch literarischem Terrain zwischen Lemberg und Czernowitz in Stanislau geboren und nun für ein Jahr als DAAD-Gast in Berlin, ist der wichtigste Vertreter der ukrainischen Gegenwartsliteratur. In den achtziger Jahren mischte er die erstarrte Kulturszene mit einer literarischen Performancegruppe namens Bu-Ba-Bu auf, die mit schrägen Lese-Rock-Tanzveranstaltungen Furore machte. Seine Romane brachten ihm das Etikett »postmoderner Autor« ein und entfachten wegen ihrer provokanten Erzählweise Skandale. Nachdem Andruchowytsch vor anderthalb Jahren mit seinem melancholischen Essayband »Das letzte Territorium« (2003) auch bei uns bekannt wurde, liegt jetzt sein erster Roman in Sabine Stöhrs deutscher Übersetzung vor: »Zwölf Ringe« lautet der Titel der Geschichte, in der ein österreichischer Fotograf sein Glück sucht und Versatzstücke literarischer Traditionen wie ein Feuerwerk explodieren. Die Lektorin Katharina Raabe und der Kritiker Christoph Bartmann diskutieren mit Juri Andruchowytsch über seine Bücher und den Aufbruch der Ukraine.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: 28. Mai 2005, 20.05
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

17.05.05

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Hausgäste

Teilnehmer•innen

Christoph Bartmann, Juri Andruchowytsch, Katharina Raabe, Maike Albath

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