Studio LCB mit Daniel Kehlmann, Georg M. Oswald und Albert Ostermaier

Lesung: Daniel Kehlmann, Georg M. Oswald und Albert Ostermaier
Moderation: Maike Albath

Albert Ostermaier, Georg M. Oswald, Daniel Kehlmann – drei Antworten auf die Frage, wie man die Gegenwart erzählen kann, drei Münchener Schriftsteller und drei Vertreter der jüngeren Generation. Albert Ostermaier, im Herbst 2003 mit dem Kleist-Preis ausgezeichnet, schreibt Theaterstücke und Gedichte, unterwandert lustvoll die Grenzen zwischen den Genres und begreift die Sprache als einzige Heimat. Sein neuer Band »Solarplexus« folgt den Bewegungen der Nervenfasern und führt an die Ränder des Daseins und der Wahrnehmung: »alles auf sehnsucht einrichten nichts/ auf gewohnheit das natürliche ist/ das chaos die seele ein fluss«. Georg M. Oswald, im Brotberuf Rechtsanwalt, ist ein Chronist der New Economy. Seine Romane handeln von spektakulären Verbrechen, dem entleerten Leben seelenloser Banker oder der Wohlstandsverwahrlosung unzufriedener Teenager. Und Daniel Kehlmann, 28 Jahre alt, hat bereits fünf Bücher vorgelegt, ironische Verwirrspiele, die große Erzähltraditionen fortführen. Maliziös porträtiert er alltägliche Milieus, die sich unter seinem mitleidlosen Blick in gespenstische Grauzonen verwandeln. Die Autoren lesen aus unveröffentlichten Texten und diskutieren über das Spannungsverhältnis zwischen Schreiben und Wirklichkeit.

Eine gemeinsame Veranstaltung mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: 28. Februar 2004, 20.05
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

25.02.04

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Hausgäste

Teilnehmer•innen

Albert Ostermaier, Daniel Kehlmann, Georg M. Oswald, Maike Albath

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