Berliner Preis für Literaturkritik 2009

Preisverlehung an Stefan Zweifel (Zürich)
Laudatio: Peter Weber

Der von Jörg A. Henle gestiftete Berliner Preis für Literaturkritik wird 2009 zum vierten Mal verliehen. Preisträger ist in diesem Jahr der Schweizer Publizist und Übersetzer Stefan Zweifel. Er schreibt für die NZZ, die Weltwoche, die Zeitschriften DU und Literaturen. Die Jury würdigt den Preisträger für die Verkörperung eines rar gewordenen Typus des eigensinnig leidenschaftlichen Kritikers: »Im Ausgang vom Interesse an den künstlerisch-politisch revoltierenden Avantgarden des 20. Jahrhunderts hält Stefan Zweifel – auch als Übersetzer aus dem Französischen, als Publizist und Ausstellungsmacher – an einem Erkenntniswillen literarischer Kritik fest, die als phantasievolle Denkart sich dem medientauglichen Konsumismus verweigert. In den kritischen Beiträgen von Stefan Zweifel kleidet sich die präzise intellektuelle Erregung eines Zeitgenossen und Ästheten in elegante Sprachkunst, deren analytisch weitschweifendes Differenzierungsvermögen uns Lesern die Literatur und verschüttete Traditionen wie neu erschließt.« Der Jury gehörten Sibylle Cramer, Christian Döring, Frank Hörnigk, Ulrich Janetzki und Robert Menasse an. Die Preisträger der Vorjahre waren Andrea Köhler (2003), Ursula März (2005) und Ijoma Mangold (2007). Im Anschluss an die Preisverleihung laden wir zu einem kleinen Empfang ein.

02.10.09

Freitag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Peter Weber, Stefan Zweifel

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