Zwischen Kunstfreiheit und Persönlichkeitsrecht

Es lesen und diskutieren Friedrich Christian Delius, Dominik Geppert und Hans Dieter Zimmermann
Moderation: Helmut Böttiger

Hans Werner Richter (1908-1993) hat als Gründer und Organisator der Gruppe 47 das literarische Leben Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidend geprägt. Bislang war nicht bekannt, dass er ein Tagebuch geführt hat, und er selbst hat dies zu Lebzeiten immer wieder bestritten. In diesem Herbst nun erscheint im Verlag C.H. Beck die Edition, die Richters Aufzeichnungen der bewegten Jahre zwischen 1966 und 1972 erstmals der Öffentlichkeit zugänglich macht. Zu entdecken ist ein lebendiges Porträt der deutschen Literaturszene und eine Chronik des Auflösungsprozesses der Gruppe 47. Zum anderen aber ist auch Richters Blick auf Themen wie die Studentenbewegung und Willy Brandts neue Ostpolitik dokumentiert. Am heutigen Abend diskutieren der Schriftsteller Friedrich Christian Delius, Dominik Geppert, Professor für Neuere und Neueste Geschichte in Bonn und Herausgeber des Bandes sowie Hans Dieter Zimmermann, Prof. em. der TU Berlin und Vorsitzender der Hans-Werner-Richter-Stiftung. Das Gespräch moderiert der Literaturkritiker Helmut Böttiger, der in diesem Herbst in der DVA selbst ein Buch über die Gruppe 47 vorlegen wird.

14.11.12

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Dominik Geppert, Friedrich Christian Delius, Hans Dieter Zimmermann, Helmut Böttiger

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