Wo bleibt denn der Humor?

Lesung: Peter Rühmkorf

Zum Abschluß unseres Jahresprogramms haben wir Peter Rühmkorf, der gerade seinen 75. Geburtstag gefeiert hat, gebeten, einige Kostproben aus seinem vielseitigen Oeuvre zu geben (zuletzt: »Wenn ich mal so richtig ICH sage …« im Steidl Verlag und »Tabu II. Tagebücher 1971-1972« im Rowohlt Verlag). Seit mehr als vier Jahrzehnten schreibt Rühmkorf – ein geschichtsbewußter Zeitgenosse, ein Dialektiker der Wahrnehmung, ein Meister der literarischen Selbststilisierung – Gedichte, Essays, Märchen und autobiographische Fragmente, die sich gegen starre Begriffssysteme und unangemessene Fixierungen psychologischer oder politischer Art sperren. Er zitiert, parodiert oder persifliert alle literarischen Tonlagen von Klopstock bis Ringelnatz, von Heine bis Benn, ohne die ihm eigene Stimme zu verlieren. Mal zaghaft, zögernd, zärtlich, dann wieder lauthals, witzig, schräg, doch immer virtuos und vor allem nie langweilig: »Lieber Dichter, sage mir: / was verheißt uns dein Papier?«

21.12.04

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Peter Rühmkorf

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