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Wer spricht?

Wer spricht? Literaturübersetzung zwischen kolonialem Erbe und Political Correctness

Übersetzertag des Deutschen Übersetzerfonds mit René Aguigah, Pieke Biermann, Eva Bonné, Christian Jakob, Claudia Hamm, Marion Kraft, Michael Kegler, Patricia Klobusiczky, Verena Lueken, Andreas Nohl, Hans-Christian Oeser, Sharon Dodua Otoo, Mithu Sanyal, Beate Thill und Charlotte Wiedemann
Konzept: Miriam Mandelkow und Nina Thielicke

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VOR ORT OPEN AIR und LIVESTREAM

Wer spricht?, lautet eine zentrale Frage im postkolonialen Diskurs. Dabei geht es um Repräsentation und Identität, Dominanz und Gewalt – und die Reproduktion von Macht durch Sprache. Wer spricht?, lautet eine zentrale Frage beim Übersetzen. Dabei geht es um Perspektive und Figurensprache, um die Imitation von Stimmen und die kreative Anverwandlung kultureller Kontexte.

In diesem Spannungsfeld bewegen wir uns beim diesjährigen Übersetzertag. Wer spricht beim Übersetzen? Wo stecken Literaturübersetzer·innen in den von ihnen übersetzten Texten? Welche Verantwortung tragen sie für das Werk? Wie gehen sie mit rassistischer Figurensprache um, wie mit umstrittenen Autor·innen? Ist alles sagbar und von allen? Gibt es Gestaltungskriterien, die außerhalb des Textes liegen?

Wir bringen unterschiedliche Haltungen und Perspektiven miteinander ins Gespräch und diskutieren über Spielräume und Zwischenräume beim Übersetzen postkolonialer Literatur, über Verlagsentscheidungen, Tabus und die viel beschworene, doch selten definierte Political Correctness. Und schreiben die Liste der Fragen fort.

Digitaler Büchertisch

Programm:

11 Uhr: Übersetzen als Kolonisierung. Eröffnungsvortrag von Mithu Sanyal

11.30 Uhr: Übersetzen als Dekolonisierung. Podiumsgespräch zwischen Christian Jakob und Mithu Sanyal

12.30 Uhr: Pause

13.30 Uhr: Kolonial, postkolonial. Das „Dazwischen“ übersetzen. Impulsvortrag von Claudia Hamm. Anschließende Podiumsdiskussion mit Claudia Hamm, Patricia Klobusiczky und Beate Thill

15.30 Uhr: Pause

16 Uhr: Der lange Abschied von der weißen Dominanz. Impulsvortrag von Charlotte Wiedemann

16.30 Uhr: Alles neu, alles anders?  Bearbeitung, Neuübersetzung und Verlagspolitik. Podiumsdiskussion mit Eva Bonné, Marion Kraft, Andreas Nohl und Hans Christian Oeser. Moderation: Verena Lueken

18 Uhr: Pause

19 Uhr: Wer spricht? René Aguigah interviewt Sharon Dodua Otoo

19.30 Uhr: P.C. oder No-Go? Zum Umgang mit diskriminierungssensibler Sprache in der Übersetzung. Podiumsdiskussion mit Pieke Biermann, Michael Kegler und Sharon Dodua Otoo. Moderation: René Aguigah

 

Tickets für den Besuch vor Ort können Sie ausschließlich online über www.lcb.de sowie in unserem Ticketshop erwerben (der Livestream ist kostenfrei). Eine Abendkasse können wir bis auf Weiteres leider nicht anbieten. Die Tickets sind nur bei gutem Wetter gültig. Bei schlechtem Wetter wird die Veranstaltung in die Innenräume verlegt und über den kostenfreien Livestream auf www.lcb.de (auch bei gutem Wetter) zu verfolgen sein.

18.06.21

Freitag, 11:00 Uhr

Ort

www.lcb.de

Tickets


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10 € / 5 € (Digital kostenfrei. Kein Ticket nötig)

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Teilnehmer•innen

René Aguigah, Hans-Christian Oeser, Eva Bonné, Marion Kraft, Charlotte Wiedemann, Beate Thill, Mithu M. Sanyal, Andreas Nohl, Miriam Mandelkow, Verena Lueken, Patricia Klobusiczky, Sharon Dodua Otoo, Claudia Hamm, Christian Jakob, Pieke Biermann, Michael Kegler

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