Vom Erzählen der Geschichte

Lesung: Katja Lange-Müller und Thomas Lehr
Moderation: Hans-Joachim Neubauer

Die Prosa lebt von der Vergangenheit. Bis heute ist das erzählende Präteritum eines der wichtigsten Merkmale der literarischen Reflexion. Zwangsläufig hält damit die Geschichte Einzug in literarische Texte. Wir haben zwei Berliner Autoren eingeladen, über das Eindringen von Geschichte in Geschichten zu reflektieren, die auf höchstem Niveau unterschiedliche Formen entwickelt haben, Historie zu vergegenwärtigen. Dabei geraten die zwei totalitären Systeme in den Blick der Literatur, die im letzten Jahrhundert die Politik in Deutschland maßgeblich geprägt haben. Katja Lange-Müller legte im letzten Jahr den Roman »Die Letzten« vor, der zurückführt in die privat geführte Druckerei Udo Posbichs im einstigen Ost-Berlin. Von Thomas Lehr erschien in diesem Jahr die von der Kritik begeistert aufgenommenen Novelle »Frühling«, deren auslösende »unerhörte Begebenheit« aus der Zeit des Nationalsozialismus stammt. Der Berliner Autor Hans-Joachim Neubauer moderiert den Abend.

23.08.01

Donnerstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hans-Joachim Neubauer, Katja Lange-Müller, Thomas Lehr

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