Verena von Koskull
Carola Köhler
Dario Franceschini, Minister der Italienischen Republik für Kulturgüter, kulturelle Aktivitäten und Tourismus (2.v.l.) und Staatsministerin Monika Grütters, Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (r.) unterhalten sich am Montag (23.03.15) im Bode Museum in Berlin anlässlich der Verleihung des Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises 2015.

Verleihung des Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises 2020

durch Kulturstaatsministerin Monika Grütters und den italienischen Botschafter Luigi Mattiolo

Grußwort: Minister Dario Franceschini
Laudatio: Maike Albath
Festreden: Ingo Schulze und Claudio Magris

Übertragung aus der Italienischen Botschaft in Berlin

Hier ist die Aufzeichnung des Livestreams der Preisverleihung vom 23.06.2020 zu sehen:

Aus über 70 Einreichungen von Übersetzungen aus dem Italienischen ins Deutsche aus den Jahren  2017, 2018 und 2019 hat die Jury die Preisträgerinnen des Deutsch-Italienischen Übersetzerpreises in diesem Jahr ausgewählt. Verena von Koskulls deutsche Übersetzung des opulenten italienischen Generationenporträts »Die katholische Schule« von Edoardo Albinati (Berlin Verlag, 2018) überzeugt durch die besondere sprachliche Eleganz und Souveränität, mit der die Autorin die „schillernde sprachliche Physiognomie“ des Werkes „glänzend auf Deutsch zu vermitteln“ weiß, heißt es zur Begründung.

Als „große Vermittlerin des italienischen Sachbuchs“ würdigt die Jury außerdem das Lebenswerk der deutschen Autorin und promovierten Historikerin Friederike Hausmann. Ihr Gesamtwerk stehe für die „großen Tugenden des Übersetzerberufes: ästhetische Vielfalt auf der Grundlage einer profunden Bildung“.

Der diesjährige Förderpreis geht an Carola Köhler für ihre im avant-verlag veröffentlichten Übersetzungen der Graphic Novels »Kobane Calling« (2017) von Zerocalcare und »Die Tage der Amsel« (2018) von Manuele Fior.

Kulturstaatsministerin Monika Grütters erklärte: „Mit dem Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis würdigen wir die kunstfertige Arbeit dieser Übersetzerinnen, die mit ihren Werken unsere kulturellen Horizonte erweitern und uns so gedanklich auch persönlich über Ländergrenzen hinweg näher zusammenbringen. Gerade weil die Kunst des Übersetzens zu kultureller Verständigung und Annäherung einlädt, wollen wir verhindern, dass aus dem in diesen Zeiten gebotenen ‚social distancing‘ ein ‚cultural distancing‘ entsteht. Deshalb halten wir an der feierlichen Preisverleihung am 23. Juni in Berlin fest, die unsere Partner in der Italienischen Botschaft unter Einhaltung aller derzeitigen Standards ausrichten – vielen Dank dafür!“

Die Preisverleihung findet am 23. Juni 2020 ab 14.30 Uhr in der Italienischen Botschaft in Berlin statt und wird live übertragen (ab 15 Uhr). Die Preisverleihung wird mit Kulturstaatsministerin Monika Grütters und – aus Rom zugeschaltet – dem italienischen Kulturminister Dario Franceschini vor einem kleinen Kreis geladener Gäste stattfinden. Die Festrede hält der Schriftsteller Ingo Schulze, die Schlussrede Claudio Magris. Die Vorsitzende der Jury, Dr. Maike Albath, wird in einer Laudatio die Arbeit der drei Geehrten würdigen.

Mit dem Deutsch-Italienischen Übersetzerpreis werden seit 2007 abwechselnd Übersetzungen aus dem Italienischen ins Deutsche und aus dem Deutschen ins Italienische ausgezeichnet. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird alle zwei Jahre abwechselnd in Rom und Berlin von der Kulturstaatsministerin und dem Italienischen Kulturministerium vergeben. In den Jahren zwischen den Preisverleihungen finden mehrtägige Treffen verschiedener Übersetzerinnen und Übersetzern aus Deutschland und Italien statt, die den fachlichen und persönlichen Austausch dieser für die kulturellen Beziehungen beider Länder entscheidenden Mittler vertiefen.

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