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Ulrike Draesner: Die Verwandelten
Ulrike Draesner
»Die Verwandelten«

»Die Verwandelten«

Ulrike Draesner in Lesung und Gespräch
Gesprächspartner: Thomas Böhm
In der Reihe STOFFE. Woraus besteht die Gegenwartsliteratur?

„Wenn jemand spricht, wird es hell“, schließt das Nachwort von Ulrike Draesners neuem Roman »Die Verwandelten« (Penguin, 2023). Eine nationalsozialistische Vorzeigemutter, die anderen beibringt, wie Kinder zu erziehen sind, doch über das Wichtigste, was sie verloren hat, niemals spricht. Eine Köchin, die lieber Frauen geliebt hätte als den Dienstherrn, unterwegs durch das zerstörte Deutschland im Sommer 1945. Ein Mädchen in München Solln, geboren in einem Lebensbornheim der SS. Eine alleinerziehende Anwältin von heute, die nach dem Tod ihrer Mutter unverhofft eine Wohnung in Wrocław erbt und einen polnischen Zweig der Familie entdeckt. Die Verwandelten offenbaren, wie Frauen körperlich und psychisch für Kriegszwecke missbraucht werden. Im Roman gewinnen sie ihre Stimmen zurück, wechseln Sprache und Land, erfinden sich neu. Nach »Sieben Sprünge vom Rand der Welt« (Luchterhand, 2014) und »Schwitters« (Penguin, 2020) ist das neue Werk der Abschluss von Ulrike Draesners Auseinandersetzung mit Krieg und Nachkrieg, Flucht, Vertreibung und Gewalt.


Für den Abend schreibt Ulrike Draesner einen Kurzbeitrag zum Thema »StickStoff«, der in der LCB-Sammlung ›STOFFE – Woraus besteht die Gegenwartsliteratur?‹ erscheint.

Mehr Infos zur Reihe STOFFE

Alle Texte der Materialsammlung »Stoffe«

Hinweise zum Besuch der Veranstaltungen

09.02.23

Donnerstag, 19:30 Uhr

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Tickets


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8 € / 5 €.
Auch an der Abendkasse.

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Teilnehmer•innen

Ulrike Draesner, Thomas Böhm

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Ulrike Draesner © Dominik Butzmann

Ulrike Draesner © Dominik Butzmann

»Die Verwandelten«, Penguin Verlag

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