Übersetzerische Gottesbeweise. Historisches und Aktuelles zu einer Poetik des Nachdichtens

Antrittsvorlesung zur August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur für Poetik der Übersetzung

Vortrag: Stefan Weidner

Das Übersetzen ist zur Dienstleistung verkommen. Entsprechend dürftig fragt die Poetik: Wie übersetzt man zugleich korrekt und der Zielsprache gemäß? Die Literaturgeschichte weiß von einem anderen Selbstverständnis der Übersetzer zu erzählen, wie sich insbesondere mit Blick auf die orientalischen Literaturen und das west-östliche Nachdichten erweist. Stefan Weidner, Autor, Publizist, Übersetzer aus dem Arabischen (u.a. Adonis, Darwisch) und Inhaber der August-Wilhelm-von-Schlegel-Gastprofessur im WS 2009/2010, geht in seiner öffentlichen Antrittsvorlesung der Frage nach, welche Poetik dem Übersetzen als Autodafé (»Akt des Glaubens«) und dem Übersetzen als Sprengstoff für jeden Glauben zugrunde liegt und wie sie für die Gegenwart fruchtbar gemacht werden kann.

Eine Veranstaltung des Deutschen Übersetzerfonds in Zusammenarbeit mit dem Peter-Szondi-Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaften der FU Berlin und der Landesvertretung Nordrhein-Westfalen beim Bund.

30.10.09

Freitag

Ort

Landesvertretung Nordrhein-Westfalen beim Bund · Hiroshimastraße 12-16 · 10785 Berlin (Tiergarten)

Teilnehmer•innen

Joachim Küpper, Stefan Weidner, Thomas Brovot

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