Studio LCB mit Wilhelm Genazino

Lesung: Wilhelm Genazino
Gesprächspartner: Klaus Reichert und Wilfried F. Schoeller
Moderation: Maike Albath

Das Ich sei eine wacklige Erfindung geworden, zu dem einem immer ein Stück fehle, stellte der Büchnerpreisträger Wilhelm Genazino schon 2012 in seinen Essays »Idyllen in der Halbnatur« fest. So verwundert es nicht, dass auch der Held seines neuen Romans »Außer uns spricht niemand von uns« damit beschäftigt ist, seine Subjektlöcher zu beobachten. Eigentlich sehnt er sich nach einem bedeutsamen Leben. Seine Freundin Carola ist von der Passivität des gescheiterten Schauspielers, der sich als Radiosprecher durchschlägt, enttäuscht. Sie verlässt ihn eines Tages, ohne dadurch glücklicher zu werden. Nun tritt Carolas Mutter auf den Plan und will den Mann retten. Aber vielleicht will er gar nicht gerettet werden? Genazino nimmt Befindlichkeiten der Gegenwart mit komischer Melancholie in den Blick. 1943 in Mannheim geboren, arbeitete er als Journalist und Redakteur der Satire-Zeitschrift »Pardon«. Er hat zwanzig Romane und mehrere Essaybände vorgelegt. Mit dem Anglisten Klaus Reichert und dem Literaturkritiker und Autor Wilfried F. Schoeller diskutiert Wilhelm Genazino über den Effekt des Beobachtens und liest zum ersten Mal aus seinem neuen Roman, der Ende Juli im Hanser Verlag erscheinen wird.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 30. Juli 2016, 20:05 Uhr.

19.07.16

Dienstag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Klaus Reichert, Maike Albath, Wilfried F. Schoeller, Wilhelm Genazino

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