Studio LCB mit Thomas Lehr

Lesung: Thomas Lehr
Im Gespräch: Lutz Seiler und Katrin Lange
Moderation: Maike Albath

Der Schriftsteller Thomas Lehr ist seit jeher in den unterschiedlichsten Zeitaltern und Erzählformen unterwegs. Sein großer Roman »September. Fata Morgana« (2010) nahm den Irak und New York nach den Anschlägen vom 11. September 2001 in den Blick. »42« (2005) variierte elegant das Genre der Science Fiction und katapultierte die Figuren in eine Zeitlücke. Die Novelle »Frühling« (2001) war der Bewusstseinsstrom eines Sterbenden, und »Nabokovs Katze« (1999) bot eine Sittengeschichte der Bundesrepublik in den siebziger Jahren. In seinem neuen Roman, der drei Lebensläufe miteinander verknüpft, lagern sich die Brüche des 20. Jahrhunderts ab. »Schlafende Sonne« (Hanser Verlag) ist ein Zeitpanorama, in das der Erste Weltkrieg ebenso einfließt wie die DDR und das Berlin der Gegenwart. Thomas Lehr, 1957 in Speyer geboren, studierte Biochemie an der Freien Universität Berlin und arbeitete als Programmierer an der Universitätsbibliothek. Ob bestimmte Stoffe bestimmte Erzählweisen erfordern oder ob der Prozess auch umgekehrt verlaufen kann, wird eine der Fragen sein, über die Thomas Lehr mit dem Autor Lutz Seiler und der Literaturwissenschaftlerin Katrin Lange (Literaturhaus München) diskutieren wird.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 29. Juli 2017, 20:05 Uhr.

10.07.17

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Katrin Lange, Lutz Seiler, Thomas Lehr

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