Studio LCB mit Sherko Fatah

Lesung: Sherko Fatah
Gesprächspartner: Meike Fessmann und Wolfgang Schneider
Moderation: Hubert Winkels

Den aktuellen Roman des Berliner Autors Sherko Fatah kann man als groß angelegte Gewaltstudie lesen: wie Gewalt entsteht, wie man ihr anheim- und wie man ihr zum Opfer fällt. Der Roman erzählt die Geschichte Kerims, eines Kurden aus dem Norden des Irak. In eindringlicher Sprache wird von Kapitel zu Kapitel eine exemplarische Biographie erzählt, die in den Bergen Kurdistans beginnt, in ein Berglager von Gotteskriegern führt und schließlich die Flucht als blinder Passagier von der Türkei über Griechenland nach Berlin schildert. Der zweite Teil des Romans spielt in der Exilantenszene Berlins. Mit »Das dunkle Schiff« ist dem 1964 in Ostberlin geborenen und in Westberlin als Sohn eines Irakers und einer Deutschen aufgewachsenen Philosophen Sherko Fatah eine bewegende Schilderung gelungen, wie politische Umstände in die biographische Katastrophe führen können. Dabei ist Fatah viel zu intelligent, um ein simples Täter – Opfer Schema zu bedienen. »Das dunkle Schiff« ist Fatahs vierte Veröffentlichung und war für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. Mit dem Autor diskutieren die Literaturkritiker Meike Fessmann und Wolfgang Schneider.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 31. Mai 2008, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: www.dradio.de/dlf/freq/

26.05.08

Montag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hubert Winkels, Meike Feßmann, Sherko Fatah, Wolfgang Schneider

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