Studio LCB mit Salman Rushdie

Lesung: Salman Rushdie
Gesprächspartner: Shirin Sojitrawalla, Andreas Isenschmid und Bernhard Robben
Moderation: Denis Scheck

Seit Ayatollah Khomeini am 14. Februar 1989 eine Fatwa gegen den Autor der »Satanischen Verse« ausrief, ist Salman Rushdie zum Symbol der Auseinandersetzung zwischen dem Westen und einem fundamentalistischen Islam geworden. In seinem umfangreichen neuen Roman »Shalimar der Narr« (Rowohlt Verlag), der zwischen Los Angeles und Kaschmir, zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Gegenwart angesiedelt ist, erzählt Rushdie eine Geschichte der Gewalt und ihrer Repräsentation. Warum wurde ein Attentat auf einen früheren amerikanischen Botschafter in Indien verübt? Die Beantwortung dieser Frage führt ins Zentrum eines nach wie vor ungelösten Konflikts und liefert die Thriller-Dramaturgie für Rushdies neuen Roman. Doch wie immer schreibt Salman Rushdie Literatur für das Zeitalter der Globalisierung: seine Helden sind Entwurzelte, Globetrotter nicht aus Reise- oder Abenteuerlust, sondern aus ökonomischer oder politischer Notwendigkeit, auf der Flucht vor den unberechenbaren Gezeiten der Armut und Intoleranz. Im Gespräch mit den Literaturkritikern Andreas Isenschmid und Shirin Sojitrawalla sowie seinem Übersetzer Bernhard Robben stellt Salman Rushdie seinen neuen Roman vor und diskutiert über Literatur und Terrorismus.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: 28. Januar 2006, 20.05
Sendefrequenzen unter: http://www.dradio.de/dlf/freq/

20.01.06

Freitag

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Andreas Isenschmid, Bernhard Robben, Denis Scheck, Salman Rushdie, Shirin Sojitrawalla

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