Studio LCB mit Peter Schneider

Lesung: Peter Schneider
Gesprächspartner: Monika Maron und Friedmar Apel
Moderation: Maike Albath

Was passiert, wenn man im Alter von siebzig Jahren auf unbekannte Seiten der eigenen Mutter stößt und sie kaum wiedererkennt? Dem Schriftsteller Peter Schneider ist es so ergangen, und er hat einen Roman darüber geschrieben: In »Die Lieben meiner Mutter« rekonstruiert er ein bemerkenswertes Frauenleben und kommt auch sich selbst auf die Spur. Keine eindimensionale Familiengeschichte, sondern eine facettenreiche Fallstudie ist das Ergebnis. Aus alten Briefen in Sütterlin und eigenen Erinnerungen schält sich das Bild einer leidenschaftlichen Person heraus, die ungeachtet aller Konventionen eine Dreiecksbeziehung einging. 1940 in Lübeck geboren, wuchs Peter Schneider in Königsberg, Sachsen und dem bayerischen Grainau auf, bis die Familie nach Freiburg übersiedelte, wo Schneider Germanistik, Philosophie und Geschichte studierte. 1965 noch als Redenschreiber der SPD aktiv, avancierte er drei Jahre später zu einem der Wortführer der 68er-Bewegung. Man könnte ihn auch den Erfinder der Toskana-Fraktion nennen, denn mit seinem Roman »Lenz« (1973) brachte er die Italiensehnsucht seiner Generation auf den Punkt. Italien blieb für Peter Schneider ein vielfältiger Bezugspunkt, der sich in seiner schriftstellerischen Arbeit niederschlug. Neben einer ganzen Reihe von Romanen, wie »Der Mauerspringer« (1982), »Paarungen« (1992) und »Skylla« (2005), legte Peter Schneider auch Essays und Reportagen vor. Im Studio LCB wird er zum ersten Mal aus seinem neuen Roman lesen und mit Monika Maron und Friedmar Apel über den Umgang mit Erinnerung diskutieren.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 27. April 2013, 20:05 Uhr.

24.04.13

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Friedmar Apel, Maike Albath, Monika Maron, Peter Schneider

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