Studio LCB mit Judith Hermann

Lesung: Judith Hermann
Gesprächspartner: Kolja Mensing und Hans-Ulrich Probst
Moderation: Maike Albath

Mit ihrem Debüt »Sommerhaus, später« wurde sie zur Stimme ihrer Generation: Judith Hermann. Der 1998 erschienene Erzählungsband brachte das Lebensgefühl der Nachwendezeit auf den Punkt – Hermanns präzise Beiläufigkeit und ihre Lakonie schienen eine neue Weite und eine diffuse Ortlosigkeit zu spiegeln. Dass ein deutschsprachiges Debüt so großen Erfolg hatte, war neu: eine halbe Million Mal verkaufte sich »Sommerhaus, später«, wurde in siebzehn Sprachen übersetzt und rief unzählige Nachahmerinnen auf den Plan. 2003 erschien der zweite Erzählungsband der 1970 in Berlin geborenen Schriftstellerin. In »Nichts als Gespenster« führte Hermann ihre Ästhetik fort – nur eine Spur urbaner und internationaler. Wieder schaffte sie es, einen Mangel auszudrücken, das leere Zentrum, und von undeutlichen Sehnsüchten zu erzählen. Was bleibt zurück, wenn jemand verschwindet? Um diese Erfahrung kreisen die neuen Geschichten von Judith Hermann, die im Mai unter dem Titel »Alice« bei S. Fischer erscheinen werden. Alice ist der Name der Frau, die in allen fünf Erzählungen im Mittelpunkt steht. Es sind nüchterne Bestandsaufnahmen über Lebenswege und ungeahnte Verschiebungen. Judith Hermann liest im Studio LCB zum ersten Mal aus ihrem neuen Buch und diskutiert mit dem Literaturkritiker Kolja Mensing und dem Schweizer Rundfunkredakteur Hans-Ulrich Probst vom DRS über literarische Selbstbehauptung nach einem frühen Erfolg.

In Zusammenarbeit mit dem Deutschlandfunk.
Sendetermin: Samstag, 25. April 2009, 20:05 Uhr.
Sendefrequenzen unter: www.dradio.de/dlf/freq/

22.04.09

Mittwoch

Ort

Literarisches Colloquium Berlin · Am Sandwerder 5 · 14109 Berlin

Teilnehmer•innen

Hans-Ulrich Probst, Judith Hermann, Kolja Mensing, Maike Albath

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